Artikelübersicht (Seite 3)

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Gemeinde und Gemeindegründung (Teil 15): Gemeindegründung praktisch

Als an Pfingsten dreitausend Menschen Christen wurden und die Zahl in den Tagen danach weiter anstieg, fügt die Apostelgeschichte beinahe beiläufig hinzu, dass diese Menschen der Gemeinde hinzugetan wurden (2,41.47). Diese kurze Bemerkung ist jedoch alles andere als nebensächlich. Sie verweist auf eine grundlegende Überzeugung des Neuen Testaments, die heute leicht übersehen oder zumindest unterschätzt wird: Es gibt kein Christsein ohne Gemeinde. Wer durch das Evangelium zum Glauben an Jesus Christus kommt, wird nicht nur innerlich erneuert, sondern zugleich in…

Praktische Glaubenslehre Band 3 – J.C. Ryle

Im dritten Band der Praktischen Glaubenslehre – mit dem Untertitel Christliche Tugenden und Vorrechte – widmet sich der anglikanische Bischof J. C. Ryle den Themen Nächstenliebe, Eifer, Freiheit und Glücklichsein. Besonders hervorheben und empfehlen möchte ich das Kapitel über den Eifer. Ryle entfaltet darin Wesen und Kennzeichen biblischen Eifers und zeigt, warum bzw. für wen es nützlich ist, dass wir Christen eifrige Leute sind. Sein Anliegen ist eindeutig: „Ich möchte einen Schlag gegen das faule, bequeme, schläfrige Christentum dieser Tage führen, das im Eifer…

Christ – und jetzt?

Wenn ein Mensch zum Glauben an Christus kommt, dann ist das zweifelsohne ein einschneidender Moment im Leben. Man selbst erkennt, dass sich durch die Vergebung, die einem in Jesus zuteilwurde, alles verändert hat – man ist vom Sünder zum Heiligen geworden. Aber wie geht es nun weiter? Welche Schritte folgen auf das Bekenntnis zu Jesus? Wie lebt man seinen (neuen) Glauben im Alltag? Peter Krell und Florian Gostner haben richtigerweise erkannt, dass es viele Bücher zum Thema Heiligung gibt. Einige…

Grußwort des Schriftleiters

Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Johannes 1,12–13 „Ich wünschte, dass sie [meine Schriften] alle verschlungen würden. Denn ich erkenne keins als mein rechtes Werk an, außer etwa das ,Vom unfreien Willen‘ und den Katechismus.“ Diese Worte schrieb Martin Luther im Jahr 1537 an…

Lukas 1,26–38 Das Wunder von Weihnachten

Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt Galiläas namens Nazareth gesandt, zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Mann namens Joseph, aus dem Haus Davids; und der Name der Jungfrau war Maria. Und der Engel kam zu ihr herein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadigte! Der Herr ist mit dir, du Gesegnete unter den Frauen! Als sie ihn aber sah, erschrak sie über sein Wort und dachte darüber nach, was das für ein…

Johannes Calvin über 5. Mose 22,5: Eine Orientierungshilfe angesichts der heutigen Transgender-Debatte

Eine Frau soll keine Männersachen auf sich haben, und ein Mann soll keine Frauenkleider anziehen; denn jeder, der dies tut, ist dem HERRN, deinem Gott, ein Gräuel. 5.Mose 22,5 Transgender ist ein in den letzten Jahren in Gesellschaft und Kirchen heiß diskutiertes Thema. Sowohl über die ethische Beurteilung als auch über den praktischen Umgang wird viel gesprochen und geschrieben. Cory Griess bringt einen neuen Aspekt in die Debatte ein, indem er anhand von Johannes Calvins Auslegung zu 5. Mose 22,5…

Sollten wir Rachepsalmen in der Gemeinde singen?

„Abstoßend“ und „ärgerlich“.[1] Zwei Attribute, die wahrscheinlich nur wenigen Stellen in der Bibel angeheftet werden. Doch wenn es um die sog. „Feindpsalmen“ geht, lässt sich Kritik aus verschiedenen Richtungen vernehmen. So schrieb der evangelische Theologe Helmut Thielicke (1908–1986): [Die Feindpsalmen enthalten] „manches menschliche, allzu menschliche Rachegelüst, das sich mit einer gewissen Wonne vorzustellen sucht (und diese Vorstellung dann genießt), wie die Gegner Gottes (und damit die eigenen Gegner) im Glutofen göttlicher Zorngerichte geröstet werden“.[2] Auch von katholischer Seite lassen sich…

Warum es ohne den historischen Jesus keine christliche Hoffnung geben kann

Seit dem 19. Jahrhundert gibt es eine unter kritischen Bibelwissenschaftlern gängige Unterscheidung zwischen dem „Jesus der Geschichte“ und dem „Christus des Glaubens“. Die dahinterliegende Annahme geht von der Person Jesus aus, wie sie tatsächlich im 1. Jahrhundert gelebt und gelehrt hat. Dieser ‚historische Jesus‘ muss, nach dieser Sichtweise, unterschieden werden von jenem Messias (also Christus), wie er später verkündigt und im Glauben der Kirche bekannt wurde. Die Konsequenz dieser kritischen Rekonstruktion ist, dass der Christus, den wir im Glauben bekennen,…

Gottes Plan in unserem Leben – John Flavel

John Flavel (ca. 1628–1691) war ein puritanischer Pastor und Autor. Sein Buch Gottes Plan in unserem Leben ist eine Abhandlung über die Lehre der Vorsehung mit dem Fokus auf Gottes Führung im eigenen Leben. In gut puritanischer Manier ist es in viele Punkte und Unterpunkte gegliedert, was dem Leser hilft, den Überblick über die Fülle an Material zu behalten. Im ersten Hauptpunkt verteidigt Flavel die Lehre der Vorsehung. Im zweiten zeigt er, wie Gottes Vorsehung alle Lebensbereiche eines Menschen umfasst,…

Praktische Glaubenslehre Band 2 – J.C. Ryle

Sola Gratia Medien gibt das Buch „Practical Religion“ des anglikanischen Bischofs J. C. Ryle (1816–1900) in sechs Einzelbänden heraus. Der Untertitel des zweiten Bandes – Gebet, Bibellese und Gemeinschaft am Tisch des Herrn – verrät unmissverständlich den Inhalt der drei Kapitel, die in diesem Band enthalten sind. Wer ein bisschen mit Ryle vertraut ist, wird nicht überrascht sein, dass er hier drei ernste Vorträge darüber finden wird, wie diese Aktivitäten des christlichen Lebens vernachlässigt und durch Formalismus ausgehöhlt werden, sowie…