Artikel von Ludwig Rühle (Seite 4)

Artikel von Ludwig Rühle (Seite 4)

„…denn auch wir vergeben allen, die an uns schuldig werden“ (Lukas 11,4)

Da wir alle Sünder sind, bedeutet das auch, dass andere sich an uns versündigen. Das heißt: Wir sind potentielle Opfer für Sünder und Sünden. Wie sollen wir in Fällen reagieren, in denen sich Menschen an uns vergangen haben? Viele, sicher auch einige unter uns, haben in ihrem Leben durch andere Menschen grausame Dinge erfahren, möglicherweise sogar durch sehr nahestehende Menschen: Lüge, Verhöhnung, Spott, Verleumdung, Vernachlässigung, Hass, Vergewaltigung, Misshandlung, Ehebruch …

Die doppelte Botschaft des Propheten Jeremia: Die katastrophalen Folgen der Sünde und die herrlichen Folgen der Gnade

„Er hat mich mit Bitterkeit gesättigt, mit Wermut getränkt. Er ließ meine Zähne sich an Kies zerbeißen, hat mich niedergedrückt in die Asche. Ja, du hast meine Seele aus dem Frieden verstoßen, dass ich das Glück vergaß. Und ich sprach: Meine Lebenskraft ist dahin, und auch meine Hoffnung auf den Herrn! Gedenke doch an mein Elend und mein Umherirren, an den Wermut und das Gift! Beständig denkt meine Seele daran und ist tief gebeugt!“ (Klgl. 3,15-20).

Das Einander in der Gemeinde

Anmerkungen zu 1Thessalonicher 5,11-15 Gebote und Ermahnungen für das Zusammenleben in der Gemeinde sind in der Bibel oft an einem Schlüsselwort zu erkennen: einander (griechisch: allälous). Die Zusammenfassung und die Basis für alle 57 „Einander-Gebote“ gibt Jesus selbst seinen Jüngern eindrücklich mit auf den Weg in Johannes 13,34: „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe!„

Der ungerechte Verwalter

Wortverkündigung zu Lukas 16,1-9: Wieder liegt ein Jahr voller Krisen hinter uns. Wie soll es weitergehen? Wie wird das kommende Jahr ausfallen? Weil unser Geld ins Wanken gerät, scheint auch vieles andere ins Wanken zu geraten. Es zeigt sich, wie schon so oft, dass weltliche Reichtümer keinen Bestand haben. Wer dagegen sein Vertrauen nicht auf weltlichen Reichtum gesetzt hat, sondern auf den allmächtigen Gott, hat „ausgesorgt“ oder besser: Er ist versorgt für Zeit und Ewigkeit.