„Denn was sagt die Schrift?“ (Römer 4,3)
Die Heilige Schrift als Quelle und Norm Als Paulus das Thema behandelte, wie Werke und Gnade zusammenhängen, konzentrierte er sich auf eine einzige Beweisführung. Er stellte die Frage: „Was sagt die Schrift?“ – Es ist nicht leicht zu beantworten, wie Gnade und Werke zusammenhängen. Aber gerade deshalb hat allein die Heilige Schrift als Beweis herzuhalten. Sonst nichts! Es ist allein das Wort Gottes, das zählt.
Anfänge einer Reformation (Teil 4) – Richter 16
„Er wird anfangen, das Volk Gottes aus der Hand der Feinde zu erretten“ „Mein Name ist wunderbar (oder: wundersam)“. So hatte sich der lebendige Gott bei der Geburtsankündigung den Eltern Simsons vorgestellt (Ri. 13,18). Eines ist aus den bisherigen Berichten über Simson deutlich geworden: Es erscheint verwunderlich, dass Gott ausgerechnet einen Mann wie Simson dazu ausersah, um „anzufangen, sein Volk aus der Hand der Philister zu erretten“ (Ri. 13,5).
Ist die Schöpfung der Verkündigung des Evangeliums hinderlich?
Vor rund 130 Jahren herrschte an deutschen Universitäten die Philosophie des Neukantianismus. Eine der Grundkategorien dieses Gedankengebäudes war die Trennung zwischen so genannten Seinsaussagen und Wertaussagen. Diese Weltsicht könnte uns verhältnismäßig gleichgültig sein, wenn sie nicht bis heute einen großen Einfluss auf die deutschsprachige Theologie hätte. Denn diese Denkweise führte bei Theologen zu der Ansicht, man könne die Seinsaussagen der Bibel auf Wertaussagen verkürzen.
Wortverkündigung zu 1Korinther 1,18
„Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen, uns aber, die wir errettet werden, ist es Gotteskraft.“ 1Korinther 1,18 Das Wort vom Kreuz Dabei bin ich mir darüber im Klaren: Diese Aussage ist ein hartes Wort. Denn es zieht Grenzen, und Grenzen mögen wir heute nicht.
Anfänge einer Reformation (Teil 3) – Richter 15
„Er wird anfangen, das Volk Gottes aus der Hand der Feinde zu erretten“ Der Abschnitt über Simson beginnt mit der Aussage: „Die Kinder Israel taten wiederum, was böse war in den Augen des Herrn …“ (Ri. 13,1). Wer wissen möchte, wie es in der Gegend, in der Simson aufwuchs, also zwischen Zorea und Estaol (Ri. 13,2.25.), in geistlicher Hinsicht zuging, sollte Richter 18 lesen: Männer aus seinem Stamm, aus seiner Heimatgegend (siehe: Ri. 18,2.8.11) bastelten an ihrer eigenen Religiosität. Das…
2.Mose 20,8–11: Der Sabbat
Die nachfolgende Predigt wurde im Jahr 2004 in der Bekennenden Evangelisch–Reformierten Gemeinde in Gießen im Rahmen einer Predigtreihe über die 10 Gebote gehalten. Da sich der Wortverkündiger neben den oben angeführten Versen auf Hebräer 3,7 – 4,11 bezieht, ist es sinnvoll, auch diesen Abschnitt vorher in der eigenen Bibel zu lesen. Ferner ist es nützlich, die Erklärung zu dem (nach biblischer und reformierter Zählung) 4. Gebot aus dem Heidelberger Katechismus (Sonntag 38) zu beachten: Sie lautet: „Was will Gott im…
Prophetie in der neutestamentlichen Gemeinde (Teil 2)
Eine Stellungnahme zu Ideen, wie sie im Rahmen der Vineyardbewegung verbreitet werden Während die Frühe Kirche und auch die Kirche der Reformation gelehrt haben, dass Prophetie eine grundlegende Gabe war, die wie das Amt der Apostel mit der Fertigstellung des Kanons zum Abschluss gekommen ist, weil beide Dienste die für die Kirche Christi grundlegenden Dienste sind (Eph. 2,20), trifft man gegenwärtig immer wieder auf Schriften und Artikel in evangelikalen Medien, in denen eine Gabe für die Gegenwart propagiert wird, die…
Prophetie in der neutestamentlichen Gemeinde (Teil 1)
Eine Stellungnahme zu Ideen, wie sie im Rahmen der Vineyardbewegung verbreitet werden. 1. Zur Vorgeschichte der Vineyardbewegung Es ist in diesem Jahr genau 100 Jahre her, dass die Pfingstbewegung aus Amerika über Norwegen nach Deutschland kam. Die Kernbotschaft, mit der die Pfingstbewegung damals auftrat, war folgende: Die Rechtfertigung allein aus Gnaden mittels des Glaubens genügt nicht. Ein Christ benötigt darüber hinaus noch einen zweiten Segen, eine Kraftausrüstung zur Nachfolge und zum Dienst, die sogenannte Taufe mit dem Heiligen Geist (Geistestaufe).…
Die Tauflehre im Heidelberger Katechismus (Teil 2)
Der Heidelberger Katechismus (1563) gehört zu den bekanntesten Bekenntnistexten der Reformation. Er behandelt auch jene Frage, die selbst unter bekennenden Christen umstritten ist: die Tauffrage. Dabei lehnt der Katechismus die „Taufwiedergeburtslehre“ als unbiblisch ab. Denn das Heil wird allein im Glauben ergriffen und nicht auf dem Wege eines „Heilsautomatismus“ von Eltern hin zu ihren Kindern vererbt. Zugleich verteidigt der Heidelberger Katechismus die Kindertaufe als eine biblisch legitime Praxis. – Im ersten Teil hatte der Verfasser dargelegt, mit welcher Aufmerksamkeit und…
Die Tauflehre im Heidelberger Katechismus (Teil 1)
Der Heidelberger Katechismus (1563) gehört zu den bekanntesten Bekenntnistexten der Reformation. Er behandelt auch jene Frage, die selbst unter bekennenden Christen umstritten ist: die Tauffrage. Dabei lehnt der Katechismus die „Taufwiedergeburtslehre“ als unbiblisch ab, denn das Heil wird allein im Glauben (sola fide) ergriffen. Zugleich verteidigt er die Kindertaufe als eine biblisch legitime Praxis. Der folgende Beitrag geht auf eine Predigt des Verfassers zurück und wurde für den Druck überarbeitet. Heidelberger Katechismus, Fragen 72-74 (Sonntag 27) Frage 72: Ist…