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Was sollen wir tun?

Kürzlich haben wir Pfingsten gefeiert. In Apostelgeschichte 2, dem Kapitel, in dem die Ausgießung des Heiligen Geistes berichtet wird, gibt es einen kurzen, aber inhaltsschweren Satz: Und sie [= die Jünger] blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten (Apg. 2,42). Wir erfahren vier Tätigkeiten, die die Nachfolger von Jesus regelmäßig ausführten:

1. Gottes Wort der Bibel lesen und anwenden

Die Lehre der Apostel ist ein anderer Ausdruck für die Bibel des Alten und des Neuen Testaments. Denn die neutestamentlichen Apostel hatten sowohl die Fünf Bücher Mose als auch die alttestamentlichen Prophetenbücher als Basis für ihre Verkündigung von Jesus Christus, dem verheißenen Messias. Zur Lehre der Apostel gehörten also Predigten aus dem Alten Testament und zur Heilsgeschichte von Jesus.

2. Gottesdienst feiern

Die Gemeinschaft bezieht sich aufalle Christen, die miteinander gegessen, gelebt und Gottesdienst gefeiert haben (Hebr. 10,25).[1]

3. Abendmahl einnehmen

Das Brotbrechen meint das Abendmahl. Beim Abendmahl haben die Nachfolger von Jesus ihr Leben im Licht Gottes und der Heiligen Schrift geprüft, um den Leib des Herrn Jesus nicht unwürdig einzunehmen (1Kor. 11,17–34). Das Abendmahl vergegenwärtigt uns den stellvertretenden Sühnetod Jesu und seine Auferstehung von den Toten. Es bildet somit eine zentrale Lehre des christlichen Glaubenslebens.

4. Gebete sprechen

Das Wort für Gebete steht hier bewusst in der Mehrzahl, weil es unterschiedliche Arten von Gebet gab: Die ersten Christen haben sowohl alleine für sich als auch gemeinsam gebetet (Apg. 10,9; 4,24). Gebet ist die Kommunikation zwischen Gott und Mensch im Namen Jesu durch den Heiligen Geist (Joh. 14,13). Jesus lehrte uns das Unser-Vater-Gebet (Mt. 6,9–13).

Fazit

Diese vier Punkte haben eine große Verheißung: Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden (Apg. 2,47b). Gott schenkt das Wachstum einer Gemeinde, wenn wir diese vier Punkte beherzigen. Er schenkt uns das Wollen und das Vollbringen dazu in seinem Heiligen Geist.


[1]) Die Gütergemeinschaft der Urgemeinde, die Apostelgeschichte 2,44.45 und 4,32–35 erwähnt, war zeitlich und örtlich begrenzt. An ihre Stelle trat die Kollekte (Geldsammlung) für Bedürftige, die der Apostel Paulus auf seinen Missionsreisen für die Gemeinde in Jerusalem sammelte (vgl. Röm. 15,25–29; 1Kor. 16,1–3).

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