Artikel zu: Kontroverses

Warum Bibelkritik Sünde ist

Was ist die Bibel? [1]

Die Bibel (Altes und Neues Testament) ist zugleich Gotteswort und Menschenwort. Die Apostel und die Propheten haben das aufgeschrieben, was Gott ihnen eingehaucht hat. Jesus spricht: Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben (Joh. 6,63b).

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Wie Kirchgemeinden und Verbände theologisch liberal werden

Theologischer Liberalismus: Eine Charakterisierung

In diesem Beitrag untersuche ich Gründe, Vorgangsweisen und Argumente, die zur theologischen Liberalisierung in Kirchgemeinden und Verbänden beitragen.

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War die Reformation Sünde? Eine kritische Auseinandersetzung mit Johannes Hartl

Mehr als 10.000 größtenteils begeisterte Teilnehmer, modernste Medientechnik, charismatischer Lobpreis und eine römisch-katholische Abendmahlsfeier. Die MEHR-Konferenz elektrisierte quer durch alle christlichen Konfessionen Tausende, und selbst die Tagesschau berichtete von dem Event im Januar 2017. Mittendrin: der Konferenzleiter und Gründer des Gebetshauses in Augsburg, Dr. Johannes Hartl (geboren 1979).

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An Gideon die Reinigung von den fremden Göttern lernen

Wortverkündigung zu Richter 6,25-32

Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da war und der da ist und der da sein wird in alle Ewigkeit, unserem Herrn Jesus Christus. Amen.
Ein weiteres Wort, auf das wir heute hören wollen, steht im Alten Testament im Buch Richter. Wir wollen hören auf Richter 6,25-32. In der Lutherbibel ist das überschrieben mit: Gideons Eifer für Gott.
Ich habe die Predigt überschrieben: An Gideon die Reinigung von den fremden Göttern lernen. Ich habe Ihnen fünf Punkte mitgebracht. Sie sind etwas kürzer als sonst, wir kommen also zum selben Zeitpunkt raus.

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Der Gottesdienst-Konsumenten-Test

Wenn der Kompass falsch ausgerichtet ist

Mit Karte und Kompass ausgerüstet zogen wir am Samstagnachmittag los. Mein Vater wollte uns Kindern zeigen, wie man sich im Gelände mit diesen beiden Hilfsmitteln orientiert. Zuerst erklärte er uns, dass die Kompassnadel stets nach Norden zeigt und man die Karte entsprechend ausrichten kann. Dann blickte er uns eindringlich an und sagte: „Stellt euch vor, wenn dieser Magnetismus gestört wäre.“ Ja, was wäre dann? Wir würden die Karte verkehrt ausrichten und in die falsche Richtung gehen.

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Zur Homo-Ehe (Teil 1)

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Anmerkungen zu einem Vortrag von Siegfried Zimmer: Die schwule Frage

Zur gesellschaftspolitischen Lage

Es ist etwas mehr als zwanzig Jahre her, dass in Deutschland der Homosexualitätsparagraph (§ 175 StGB) ersatzlos gestrichen wurde. Als das Parlament im Jahr 1994 diesen Beschluss fasste, rechtfertigten konservative Politiker den Entscheid damit, dass niemand die Absicht habe, das Grundgesetz anzutasten. Im Grundgesetz ist nämlich zu lesen, dass Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung gestellt sind (§ 6,1). Volksvertreter anderer Parteien erklärten allerdings schon damals, dass die Straflosigkeit homosexueller Verbindungen nur ein Etappenziel sei.

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Zur Homo-Ehe (Teil 2)

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Siegfried Zimmer: Die schwule Frage – Die Bibel, die Christen und das Homosexuelle

1. Begrifflichkeit

Obwohl der Begriff „das Homosexuelle“ im Titel seines Vortrags vorkommt, lehnt Zimmer den Begriff „Homosexualität“ ab. Seine Begründung lautet, dieser Begriff sei zu „klinisch“, er stamme aus der „Psychiatrie“, der „Psychologie“, er sei eine „weiße Kittelsprache“, eine „Pinzettensprache“, eine „Laborsprache“. Zimmer erläutert, „wenn einer sage, die Homosexualität ist aber …,“ dann wisse er sofort, dass so jemand überhaupt „keinen Kontakt mit Schwulen und Lesben hat“. Er selbst befürwortet die mittlerweile in die Umgangssprache eingegangenen Begriffe „schwul“ und „lesbisch“.

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Gender-Mainstreaming – Befreiung oder Gesinnungsterror?

„Gender-Mainstreaming – Befreiung oder Gesinnungsterror?“, so lautet das aufgegebene Thema. Wir könnten das kurz machen. Das mit dem Gesinnungsterror stimmt, und das wäre dann eher das Gegenteil von Befreiung, wie C.S. Lewis in seinem nahezu prophetischen Buch Die Abschaffung des Menschen schon in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts schrieb: „Denn die Macht des Menschen, aus sich zu machen, was ihm beliebt, bedeutet, wie wir sahen, die Macht einiger Weniger, aus anderen zu machen, was ihnen beliebt.“
Im Folgenden darf ich meine Ansicht begründen. Ich will das in drei Punkten tun.
Ich gliedere meinen Vortrag in 1. ein paar Vorüberlegungen, 2. einen Hauptteil zu Gender-Mainstreaming direkt und 3. eine Ausleitung über politische Versuche der Durchsetzung des Programms.
Da Gender-Mainstreaming ein Modewort für eine hidden agenda, also eine verborgene Tagesordnung ist, möchte ich, bevor ich zum Genderbegriff und seinen umliegenden Ortschaften komme, eine etwas ausführlichere Einleitung geben. Ich möchte Sie sensibilisieren für bestimmte Schlüsselaussagen bzw. -begriffe und letztlich auch für das, was die Genderbewegung Ihnen gerne verschweigen möchte. Daher:

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Der Verzicht auf Theologie

Eine der Besorgnis erregenden Tatsachen der christlichen Gemeinde heute ist ihr Bestreben, ihren „Gottesdienst“ und die Präsentation oder Verkündigung des christlichen Glaubens zu gestalten, indem möglichst auf Theologie verzichtet wird.

Immer wieder wird mir entgegengehalten, dass ein schriftlich verfasstes Bekenntnis überflüssig oder gar gesetzlich sei. Die Tendenz, dass Gottesdienste als Veranstaltungen zur Unterhaltung umgestaltet werden, nimmt immer noch zu.

Man meint offenbar, dass Menschen eher für den Glauben gewonnen werden, wenn man ihnen möglichst wenig
Lehre zumutet.

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Gottesdienst als Spielfläche

Geistlicher Aufbruch durch neue Gottesdienstkulturen?

1. Einleitung

Der Name Gottesdienst geht auf die deutsche Übersetzung des lateinischen Ausdrucks cultus (deorum) zurück. Seit dem 16. Jahrhundert fand dieser Begriff eine große Verbreitung, was möglicherweise mit der Wirkung Martin Luthers zusammenhängt.1 Die Reformatoren drängten auf die Erneuerung des Gottesdienstes durch die Heilige Schrift. Luther betonte im Gegensatz zur katholischen Gepflogenheit die Gnade Gottes, die der versammelten Gemeinde im Gottesdienst verkündet wird. Er wollte, dass die Gemeinde versteht, was im Gottesdienst geschieht. Vorsichtig reformierte er deshalb die Liturgie: Schriftlesung, Predigt und Lieder erfolgten bald in der Volkssprache.

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