Artikel zu: Gottesdienst

Geschaffen, um mit Gott an seinem Ort Gemeinschaft zu haben: Der Tempel in der Bibel (Teil 2)

Der Tempel ist der Ort, an dem Gott mit den Menschen Gemeinschaft hat. Im ersten Teil der dreiteiligen Artikelserie1 sahen wir, wie dieser Ort zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich aussah: Der erste Tempel war der Tempel im Garten Eden. Nach dem Sündenfall waren die Menschen erst einmal ohne einen Ort, an dem sie Gott anbeten konnten.

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Der Tempel in der Bibel (Teil 1) Geschaffen, um mit Gott an seinem Ort Gemeinschaft zu haben

In der hier beginnenden Artikelserie1 wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, was die Heilige Schrift meint, wenn sie vom Tempel spricht. Ist der Tempel nur ein steinernes Gebäude in Jerusalem, das es mittlerweile seit fast 2000 Jahren nicht mehr gibt? Oder meint die Bibel nicht viel mehr, wenn sie vom Tempel spricht? Es ist die Absicht, dass wir uns mit diesen und weiteren Fragen rund um den Tempel in drei Artikeln beschäftigen. Dazu begeben wir uns auf eine Reise vom ersten bis zum letzten Buch der Bibel. In diesem ersten Teil schauen wir uns den Tempel im Alten Testament an.

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Der Gottesdienst-Konsumenten-Test

Wenn der Kompass falsch ausgerichtet ist

Mit Karte und Kompass ausgerüstet zogen wir am Samstagnachmittag los. Mein Vater wollte uns Kindern zeigen, wie man sich im Gelände mit diesen beiden Hilfsmitteln orientiert. Zuerst erklärte er uns, dass die Kompassnadel stets nach Norden zeigt und man die Karte entsprechend ausrichten kann. Dann blickte er uns eindringlich an und sagte: „Stellt euch vor, wenn dieser Magnetismus gestört wäre.“ Ja, was wäre dann? Wir würden die Karte verkehrt ausrichten und in die falsche Richtung gehen.

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Psalmensingen – Auftrag und Vorrecht

In einer früheren Ausgabe der Bekennenden Kirche (Nr. 52), die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Gottesdienst“ beschäftigte, erschien unter anderem eine zweiteilige Abhandlung über die rechte, biblisch-reformatorische Weise, Gottesdienst zu feiern. Der vorliegende Artikel schließt in gewisser Hinsicht daran an. Es soll um ein spezielles liturgisches Element gehen, nämlich den Gesang im Gottesdienst.

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Wortverkündigung: Amos 4,11.12

„Ich kehrte etliche unter euch um, so wie Gott Sodom und Gomorra umgekehrt hat, so dass ihr wart wie ein aus dem Brand gerissenes Holzscheit. Dennoch seid ihr nicht bis zu mir umgekehrt … Mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen!“

 

In dem oben zitierten Wort erklärt Gott, wie er die Seinen zieht, damit sie sich aufmachen, um vor sein Angesicht zu treten.

Angesengtes Holzscheit

Die Heilige Schrift vergleicht uns hier mit einem angesengten Holzscheit. So ein Stück verkohltes Holz ist wahrlich nicht ansehnlich. Möglicherweise hatte es vor dem Brand einen gewissen Wert, aber nun ist es in Mitleidenschaft gezogen und beschädigt. Wieso spricht die Heilige Schrift so von Menschen, die Gott gerettet hat? Werden wir auf diese Weise nicht auf die Schattenseiten unserer Errettung hingewiesen? Ist das nicht Ausdruck von Missachtung der Erlösung?

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Gemeinschaft mit Gott

Wortverkündigung zu Hebräer 12,18-29

Israel war aus Ägypten ausgezogen und zum Berg Sinai gewandert. Das Ziel war, Gott zu begegnen, sein Wort zu hören, ihm in rechter Weise zu antworten, ihn anzubeten und ihm zu dienen. Mit anderen Worten: Es ging darum, Gottesdienst zu feiern. Natürlich war das ein phänomenaler Gottesdienst. Das Volk kam „zu dem Berg, den man anrühren konnte und der mit Feuer brannte, und … in Dunkelheit und Finsternis und Ungewitter und … zum Schall der Posaune und zum Ertönen der Worte.“ (Hebr. 12,18.19).

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Gottesdienst als Spielfläche

Geistlicher Aufbruch durch neue Gottesdienstkulturen?

1. Einleitung

Der Name Gottesdienst geht auf die deutsche Übersetzung des lateinischen Ausdrucks cultus (deorum) zurück. Seit dem 16. Jahrhundert fand dieser Begriff eine große Verbreitung, was möglicherweise mit der Wirkung Martin Luthers zusammenhängt.1 Die Reformatoren drängten auf die Erneuerung des Gottesdienstes durch die Heilige Schrift. Luther betonte im Gegensatz zur katholischen Gepflogenheit die Gnade Gottes, die der versammelten Gemeinde im Gottesdienst verkündet wird. Er wollte, dass die Gemeinde versteht, was im Gottesdienst geschieht. Vorsichtig reformierte er deshalb die Liturgie: Schriftlesung, Predigt und Lieder erfolgten bald in der Volkssprache.

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Biblisch-reformatorischer Gottesdienst Teil 1: Was heißt das?

In den beiden folgenden Artikeln wollen wir im Hören auf das Wort Gottes Antwort finden auf die Frage, was es heißt, Gottesdienst in einer Weise zu feiern, die Gott wohlgefällt.

1. Psalm 100 als Einstieg

1.1. Psalm 100 – Schlussakkord eines Psalmenbündels

Als Einstieg soll uns der bekannte Psalm 100 leiten: „Ein Psalm zum Dankopfer. 1. Jauchzt dem Herrn, alle Welt! 2. Dient dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Jubel! 3. Erkennt, dass der Herr Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst, zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide. 4. Geht ein zu seinen Toren mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; dankt ihm, preist seinen Namen! 5. Denn der Herr ist gut; seine Gnade währt ewiglich und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht.“

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Biblisch-reformatorischer Gottesdienst Teil 2: Konkret

Wenn der Apostel Paulus anordnet, dass der Gottesdienst in einem guten Schema ablaufen soll (1Kor. 14,40), geht es nicht darum, dass Programmpunkte wie in einem Varieté-Theater oder in einem Zirkus der Reihe nach abgespult werden, sondern jede Einzelheit des Gottesdienstes soll Teil der Gesamt-Liturgie sein.

Der Begriff Liturgie heißt übersetzt nichts anderes als Dienst. Es ist somit ein anderes Wort für Gottesdienst. Wir sind geschaffen, bestimmt, um Gott bis in alle Ewigkeit zu dienen.

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Um Jesu willen, Amen! – Die Sünde von Nadab und Abihu

Das Thema dieser Predigt lautet: Um Jesu willen, Amen. Den meisten von uns sind diese Worte bekannt. Wir verwenden sie gelegentlich selbst am Ende unserer Gebete. Nachdem wir Gott für das Essen gedankt oder für Bewahrung in der Nacht gebetet haben, schließen wir unsere Gebete mit den Worten ab: um Jesu willen, oder: in Jesu Namen, Amen. Zugegeben: Das ist ein seltsamer Titel für eine Predigt. Ich erläutere später, warum diese Predigt so überschrieben ist.

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