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Jesus: Gott im Fleisch

Wir haben inzwischen Advent, und bald hören wir das Weihnachtsevangelium: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott [] Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns (Joh. 1,1.14a). Gott wurde Mensch in Jesus Christus. Der Fachbegriff dafür lautet Inkarnation: Gott ist ins Fleisch gekommen. Weihnachten bildet damit die Grundlage unserer Errettung.

Im Islam wird die Menschwerdung Gottes abgelehnt, weil es für Allah entehrend wäre, Mensch zu werden.[1] Im Christentum hingegen vergrößert die Menschwerdung Gottes sogar noch seine Ehre, weil Gott uns so sehr liebt, dass er einer von uns geworden ist. Er kam uns so nahe, dass viele Menschen ihn erkennen und ihn von ganzem Herzen anbeten.

Jesus ist Gott im Fleisch. Dies ist der erste der fünf fundamentalen Glaubensgrundsätze, die 1910 in Amerika gegen den herrschenden Liberalismus formuliert wurden.[2]

Bei einer aktuellen Umfrage in den USA wurden 3002 Evangelikale nach ihrem Glauben an Gott befragt. Auf die Aussage „Jesus ist das erste und beste Wesen, das Gott erschaffen hat“, antworteten 78 Prozent mit Ja, 3 Prozent waren unsicher und nur 19 Prozent lehnten diese Aussage ab.[3] Nun könnte man argumentieren, dass diese Frage auf den ersten Blick wie eine Fangfrage wirke oder theologische Haarspalterei sei. Doch hier geht es um das Zentrum des christlichen Glaubens. Denn Jesus ist eben kein Geschöpf, sondern er ist Schöpfer! Es ist wichtig, dass wir als Christen wissen, wer Jesus Christus ist. Dazu haben Ligonier Ministries, gegründet von R. C. Sproul (1939-2017), eine treffende Erklärung zur Christologie (Lehre über Jesus Christus) herausgegeben, die ich in deutscher Sprache wiedergebe:

Das Wort wurde Fleisch.

„Wir bekennen das Geheimnis und Wunder, dass Gott Fleisch wurde und wir jubeln in unserer großen Erlösung durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Mit Gott dem Vater und Gott dem Heiligen Geist erschuf Gott der Sohn alle Dinge, er erhält alle Dinge, und er macht alles neu. Ganz Gott, wurde er ganz Mensch, zwei Naturen in einer Person. Er wurde von der Jungfrau Maria geboren und lebte unter uns. Gekreuzigt, gestorben und begraben, auferstanden am dritten Tag, aufgefahren in den Himmel, wird er wiederkommen in Herrlichkeit und Gericht.

Für uns hielt er sich an das [alttestamentliche] Gesetz, büßte für [unsere] Sünde und stillte Gottes Zorn. Er nahm unsere dreckigen Klamotten [von uns weg] und gab uns [dafür] seine gerechten Kleider.

Er ist unser Prophet, Priester und König, der seine Kirche baut, für uns Fürbitte leistet und über alle Dinge regiert.

Jesus Christus ist der Herr, wir preisen seinen heiligen Namen für immer und ewig. Amen.“[4]


[1]) „Der Islam lehrt, dass Allah immer da ist. Er wurde nie gezeugt und hat auch seinerseits weder Sohn noch Tochter gezeugt. Der Islam weist das Konzept einer Fleischwerdung (Inkarnation) Gottes energisch zurück, weil er davon ausgeht, dass Derartiges dem Konzept dessen, wer Gott ist, Schranken auferlegt.“ Siehe dazu: www.way-to-allah.com.

[2]) Der zweite ist die Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria, der dritte der stellvertretende Sühnetod Jesu, der vierte die körperlich-leibliche Auferstehung Jesu und seine Wiederkunft, der fünfte die Irrtumslosigkeit und bleibende Autorität der Bibel.

[3]) Ligonier Ministries und LifeWay, thestateoftheology.com (abgerufen am 31.10.2018].

[4]) www.christologystatement.com (abgerufen am 31.10.2018).

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