In eigener Sache

Sowohl die Herausgabe der Zeitschrift, als auch diese Onlinepräsenz wird ausschließlich durch Spenden interessierter Leser finanziert.

Wir bitten Sie deshalb um Ihre Unterstützung.

weitere Informationen

Sklave Christi, John MacArthur

John MacArthur hat bereits etliche Bücher geschrieben, die die Misere des modernen Evangelikalismus mit seinem entkräfteten „Evangelium“ aufzeigen. Vielleicht hätten sie sich erübrigt, wenn er dieses jetzt erschienene Buch über die biblische Lehre von der Leibeigenschaft des Gläubigen zuerst verfasst hätte.

Dieses Buch basiert auf der Tatsache, dass in den englischen Bibelausgaben die ursprünglichen hebräischen und griechischen Begriffe für „Sklave“ meistens mit dem schwächeren Ausdruck „Diener“ übersetzt wurden. In deutschen Bibelübersetzungen steht an den entsprechenden Stellen häufig „Knecht“, was vom Sinngehalt zwischen „Sklave“ und „Diener“ anzusiedeln ist. Doch ist dieses Buch auch für den deutschsprachigen Leser von großer Bedeutung: erstens weil auch die deutsche Übersetzung mit „Knecht“ nicht die wesentliche Bedeutung der Leibeigenschaft vermittelt, zweitens weil das evangelikale Denken weltweit in dominierender Weise durch den englischen Sprachraum geprägt ist und sich die dortige Aufweichung der Sklaven-Stellung des Christen auf die gesamte Christenheit ausgewirkt hat, und drittens weil das Thema „Sklave Christi“ ohnehin dringend mehr Aufmerksamkeit verdient und in diesem Buch sehr gut als biblisches Thema entfaltet wird.

MacArthur verdeutlicht, dass sich anhand des Sklavenbegriffs das ganze Wesen wahren Christseins auf eindrückliche Weise erschließt. Dieser biblische Begriff ist dabei nicht nur ein Bild, sondern beschreibt die Realität, dass der Christ von Jesus als Eigentum erkauft ist, was vielfältige Folgen für die Lehre und Praxis hat. Unter anderem zeigt der Autor, dass sich alle fünf „Lehren der Gnade“, die „fünf Punkte des Calvinismus“, aus der biblischen Lehre des Sklave-Seins herleiten lassen. So wird klar: Wer die reformatorischen Lehren der Gnade bestreitet, entkräftet sowohl das Evangelium als auch die Stellung des Christen. Auch die „Sohnschaft“ des Christen wird vor diesem historischen und biblischen Hintergrund des Sklaventums erst richtig deutlich.

Die tiefgründige biblische Studie wird aufgelockert durch ausführliche biografische Mitteilungen aus dem Leben von John Newton, der Erfahrungen sowohl als Sklave als auch als Sklavenhändler gemacht hatte, und von Georg Müller, dem die Lehren der Gnade nach anfänglicher Ablehnung lieb und wichtig geworden waren.

Die deutsche Ausgabe wurde um einen Bibelstellenindex ergänzt, der das Auffinden der zahlreichen Schriftstellen erleichtert. Dem Buch ist eine weite Verbreitung und die Wirkung zu wünschen, dass sowohl vermeintliche Christen aufgeweckt als auch echte Gläubige ermuntert werden, als Sklaven ihrem Herrn gefällig zu leben.

Hans-Werner Deppe

 

John MacArthur: Sklave Christi. Die unterschlagene Wahrheit über deine Identität in Christus. Betanien Verlag 2011. Paperback, 217 Seiten, ISBN 978-3-935558-96-9. 12,90 €.

 

Bestelladresse:

Betanien Verlag · Imkerweg 38 · 32832 Augustdorf

Tel. 05237/8990-90 Fax -91 · OnlineShop www.cbuch.de · E-Mail info@betanien.de

×