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Der Tempel aller Zeiten, Gregory Beale

Das großartige Ziel der gesamten Bibel ist „das Zelt Gottes bei den Menschen“. Dort wird Gott für immer „bei ihnen wohnen“ (Offb. 21,3). Das ganze Drama der Heilsgeschichte läuft darauf hinaus, dass Gottes Gemeinschaft mit den Seinen durch Christus wiederhergestellt wird und sie ihm ewig als Anbeter und Priester dienen werden. Dieses Ziel und der Weg dorthin durch Jesu Opfertod wird in der Bibel durchgängig mittels des Tempelthemas geschildert.

Schon Eden war ein Ort der innigen Gemeinschaft mit Gott, an dem Adam als Mitregent und quasi als Priester Gott diente und als dessen Ebenbildträger seine Herrlichkeit auf der Erde widerspiegeln und verbreiten sollte. Von Eden angefangen lässt sich dieser priesterliche Auftrag des Menschen, in oder durch Tempel bzw. tempelhafte Einrichtungen Gott zu verherrlichen, als außerordentlich wichtiger roter Faden durch die ganze Bibel verfolgen.

Der renommierte Neutestamentler und Dozent für Biblische Theologie Gregory K. Beale hat dieses Thema in einer umfassenden Studie gründlich erarbeitet. Dabei geht der Autor auch auf viele kulturelle Hintergründe des alten Orients ein, legt die Heilige Schrift aber insbesondere im Licht des Neuen Testamentes und der Erfüllung alttestamentlicher Schatten durch Jesus Christus und die Gemeinde aus.

Seine Botschaft lautet: In der Zukunft wird der neue Tempel identisch sein mit dem neuen Jerusalem und sogar mit der gesamten neuen Schöpfung, denn außerhalb dieses Jerusalems ist nichts als nur die Verlorenheit (Offb. 22,15). Dieses himmlische Jerusalem ist die von Israel erwartete Wiederherstellung und der neue Tempel. Denn die Stadt heißt: „Hier ist der HERR“ (Hes. 48,35).

Schon jetzt ist es der Auftrag seiner Gemeinde, als Brückenkopf der neuen Schöpfung und des neuen Tempels die Gegenwart und Herrlichkeit Gottes in dieser Welt zu bezeugen und dadurch möglichst weit zu verbreiten. Deshalb hat dieses faszinierende Thema auch sehr praktische Konsequenzen für unser Leben als Christen.

Nicht zuletzt werden in diesem Buch Kapitel um Kapitel herrliche Glaubensschätze gehoben und entfaltet: Was es bedeutet, dass Jesus Christus als Erstling der neuen Schöpfung der wahre, künftige und ewige Tempel ist, „der nicht von Händen gemacht ist“, erschließt sich dem Leser bei der Lektüre mehr und mehr. So bekommt er ein umfassendes und vertieftes (und für manche vielleicht ein ganz neues, erstmals zusammenhängendes) Verständnis der Heiligen Schrift. Ausgestattet mit dieser Erkenntnis, wird der Leser dann auch im eigenen Bibelstudium noch viele weitere Perlen im Wort Gottes entdecken können.

Darüber hinaus ist dieses Buch sehr hilfreich, um Antworten auf konkrete eschatologische Fragen zu bekommen wie:

– Wird es im Land Israel einen wiederaufgebauten Tempel geben?

– In welchen Tempel wird sich der Gesetzlose nach 2Thessalonicher 2 setzen?

– Wie sind die Tempelbeschreibungen aus Hesekiel 40-48 und Offenbarung 11 zu verstehen?

– Was ist mit den alttestamentlichen Wiederherstellungsverheißungen Israels?

Abschließend sei angemerkt, dass das Buch bewusst keinen populärwissenschaftlichen Stil hat. Es eignet sich daher kaum für eine rasche Lektüre. Aber: Die Mühe des Studiums lohnt sich absolut! (Der bequeme Leser könnte ja zur Not die zahlreichen Fußnoten unberücksichtigt lassen).

Hans-Werner Deppe

 

Gregory Beale: Der Tempel aller Zeiten. Die Wohnung Gottes und der Auftrag der Gemeinde – eine biblisch-heilsgeschichtliche Studie.

Betanien Verlag, Juli 2011. Paperback, ca. 480 Seiten, ISBN 978-3-935558-95-2, 21,90 €.

 

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