Artikel zu: Weltanschauung

Christliche Weltanschauung (Teil 1): „Jeden Gedanken gefangen nehmen unter den Gehorsam des Christus“

„Stellet euch nicht dieser Welt gleich!“

Ich erinnere mich noch recht gut an ein Erlebnis während meiner Studienzeit. Während des Studiums hatte ich bereits eine Familie, weshalb ich nebenher als Taxifahrer arbeitete. Da ich tagsüber studierte, fuhr ich fast ausnahmslos nachts. Ich war damals gerade erst Christ geworden und sehr eifrig am Evangelisieren. Wenn man nachts Taxi fährt, hört und sieht man so einiges: Betrunkene, die ihr Herz ausschütten, junge Leute, die sich ins Nachtleben stürzen oder auch Menschen aus dem Rotlichtmilieu. So kam es eines frühen Morgens, dass ich zu einem Bordell gerufen wurde, um eine Prostituierte nach Hause zu fahren. Nachdem sie ins Auto gestiegen war, lenkte ich schnell das Gespräch auf das Evangelium und gab Zeugnis darüber, wie der Herr Jesus mein Leben verändert hatte. Euphorisch ließ mich die junge Frau wissen, dass sie auch Christ sei und dass wir folglich Glaubensgeschwister seien.

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Gender-Mainstreaming – Befreiung oder Gesinnungsterror?

„Gender-Mainstreaming – Befreiung oder Gesinnungsterror?“, so lautet das aufgegebene Thema. Wir könnten das kurz machen. Das mit dem Gesinnungsterror stimmt, und das wäre dann eher das Gegenteil von Befreiung, wie C.S. Lewis in seinem nahezu prophetischen Buch Die Abschaffung des Menschen schon in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts schrieb: „Denn die Macht des Menschen, aus sich zu machen, was ihm beliebt, bedeutet, wie wir sahen, die Macht einiger Weniger, aus anderen zu machen, was ihnen beliebt.“
Im Folgenden darf ich meine Ansicht begründen. Ich will das in drei Punkten tun.
Ich gliedere meinen Vortrag in 1. ein paar Vorüberlegungen, 2. einen Hauptteil zu Gender-Mainstreaming direkt und 3. eine Ausleitung über politische Versuche der Durchsetzung des Programms.
Da Gender-Mainstreaming ein Modewort für eine hidden agenda, also eine verborgene Tagesordnung ist, möchte ich, bevor ich zum Genderbegriff und seinen umliegenden Ortschaften komme, eine etwas ausführlichere Einleitung geben. Ich möchte Sie sensibilisieren für bestimmte Schlüsselaussagen bzw. -begriffe und letztlich auch für das, was die Genderbewegung Ihnen gerne verschweigen möchte. Daher:

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„Seid allezeit bereit zur Verantwortung!”

Die Verteidigung des christlichen Glaubens im 21. Jahrhundert

Wenn es bei den Christen, die die Heilige Schrift als das Wort Gottes ernst nehmen, im 21. Jahrhundert eine Unsicherheit gibt, dann ist es die Frage, wie man mit der Welt umgehen soll. Viele Fragen werden da aufgeworfen, wie etwa die folgende: Wie weit (oder überhaupt?) soll man sich der Welt anpassen? Eine andere Frage lautet, ob sich ein Christ in politischen Fragen äußern soll oder gar ein politisches Amt bekleiden darf oder ob man als Christ
seine Kinder noch in öffentliche Schulen schicken kann/soll.

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Eine religionslose Zeit?

Bonhoeffers Prognose einer religionslosen Zeit und sein Vorschlag zu einer nichtreligiösen Interpretation biblischer Begriffe

1973 behauptete die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dietrich Bonhoeffer habe sich in seiner Prognose einer zukünftigen religionslosen Zeit geirrt. Tatsächlich ist Bonhoeffer (19061945) umstritten. Er war lutherischer
Theologe, profilierter Vertreter der Bekennenden Kirche während der Herrschaft des Nationalsozialismus und Teilnehmer am deutschen Widerstand gegen Hitler. Für eine große Zahl moderner Interpreten gilt er als Vertreter einer säkularen Theologie, die die Existenz eines persönlichen, transzendenten Gottes nicht wahrhaben will. Die Basis für diese Deutung findet man in Bonhoeffers Prognose, es stehe eine religionslose Zeit bevor. Die Menschen seien nicht mehr in der Lage, religiös zu sein. Um ihnen entgegenzukommen habe Bonhoeffer eine nichtreligiöse Interpretation biblischer Begriffe angestrebt.

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Christen leben in einer neuen Weltordnung

Wortverkündigung zu 2Korinther 5,16.17

Hören wir zunächst die beiden Bibelverse nach einer eigenen Übersetzung: „Daher beurteilen wir von nun an niemanden mehr nach weltlichen Maßstäben. Obwohl wir Christus einst nach weltlichen Maßstäben beurteilt haben, tun wir es jetzt nicht mehr. Daher auch, wenn jemand in Christus ist, ist da eine neue Schöpfung. Die alte Weltordnung ist vorübergegangen, und es hat wirklich eine neue Weltordnung begonnen.“

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Warum Christ sein Sinn macht

Anmerkungen zu einem Buch von N.T. Wright

Die Flut der aus der Feder des anglikanischen Theologen N.T. Wright stammenden Bücher scheint unübersehbar. Nachdem die ersten Werke inzwischen ins Deutsche übersetzt worden sind, zeigt Peter Neudorf, Student an der Akademie für Reformatorische Theologie, anhand eines Buches des Verfassers exemplarisch auf, wie Wright argumentiert. Dabei deckt er im Licht der Heiligen Schrift einige der Schwächen bzw. Irrungen des Theologen auf.

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