Artikel zu: Weihnachten

„Kein Platz für ihn“

Wortverkündigung zu Lukas 2,7:

Die Abenddämmerung war angebrochen. Die Schatten wurden länger.

Schweigend legte sich das Zwielicht über Stadt und Umland von Bethlehem. Noch war die Farbenpracht der Landschaft nicht völlig verblasst, doch nach und nach wurden das tiefe Blau des Himmels über Palästina, das kräftige Grün der Ölbäume und der sanftere Ton der Mandelsträucher von der aufkommenden Dämmerung verschluckt und zerflossen zu abendlichem Grau. Selbst zu dieser späten Jahreszeit – es war Winter im Verheißenen Land – boten die üppigen Felder, die weinbedeckten Hügel und die Terrassengärten, die die Stadt Davids umgaben, einen prachtvollen Anblick.

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Wortverkündung: Johannes 1, 11-12

Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er die Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.

Johannes 1,11.12

Das Kommen Christi zieht Grenzen

Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit erinnern wir uns daran, dass der Sohn Gottes in diese Welt kam. Er kam in „sein Eigentum„, so heißt es in dem oben zitierten Wort. Doch anders als wir es möglicherweise vermuten, fährt dieser Vers nicht damit fort, dass er nun eine allgemeine Harmonie verkündet. Vielmehr lesen wir die erschreckende Aussage: „Die Seinen nahmen ihn nicht auf.“

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Wozu Jesus Christus in die Welt kam

Predigtskizze zu 1Timotheus 1,15

1. Einleitung

In den Versen 12-17 von 1Timotheus 1 bezeugt Paulus Gottes Erbarmen mit ihm. Zu Beginn, in Vers 12, dankt er „Christus Jesus, unserem Herrn, dass er ihn treu erachtet in den Dienst eingesetzt hat“, ihn, der „zuvor ein Lästerer und Verfolger und Frevler war“ (V. 13). Das Ende dieses Abschnitts ist ein wunderbarer Lobpreis Gottes (V. 17). Mittendrin, in Vers 15, erläutert Paulus, was der Grund dafür ist, dass Jesus Christus in diese Welt gekommen ist.

Dieser Vers gliedert sich in vier zu unterscheidende, inhaltlich jedoch eng miteinander zusammenhängende Teile. Daraus ergibt sich dann wie von selbst eine Gliederung in vier Punkte.

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Wortverkündung: Lukas 2,14

Ehre ist bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens!

Lukas 2,14

Lobpreis

Die Tage, in denen wir in besonderer Weise an das Kommen des Sohnes Gottes in diese Welt erinnert werden, stehen wieder bevor. Dass wir Gott an solchen Festtagen durch Singen und Sagen loben, ist üblich. Aber das Wort Gottes unterscheidet zwischen einem Loben Gottes, das lediglich mit den Lippen geschieht, und einem Loben Gottes, das aus unserem Herzen kommt, weil wir von dem erfasst sind, was Gott in seiner grundlosen Barmherzigkeit getan hat: Er gab seinen einzigen Sohn in diese Welt, um Sünder zu erretten und sie in seine Gemeinschaft zu ziehen.

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Christus, das herrliche Licht in der Finsternis

Wortverkündigung zu Jesaja 9,1–6

Einleitung

Der Abschnitt, unter den wir uns stellen, gehört zu den bekanntesten im Buch Jesaja, wenn nicht sogar im ganzen Alten Testament. Vorzugsweise kommt er in der Advents und Weihnachtszeit zu Ehren.

Aber wir sollten nicht nur die bekannten Verse in Kapitel 9 zur Kenntnis nehmen, sondern bereits in Kapitel 8 ab Vers 18 anfangen zu lesen.

Denn gerade bei relativ bekannten Abschnitten ist es wichtig, auf den Zusammenhang zu achten, in dem sie stehen.

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Wortverkündigung zu Lukas 2,1

„Es begab sich in jenen Tagen, dass ein Befehl von dem Kaiser Augustus ausging, dass der ganze Erdkreis sich erfassen lassen sollte.“

Lukas 2,1

Zweifellos gehört dieser Vers zu den bekanntesten der Heiligen Schrift. Auf den ersten Blick kommt er uns recht sachlich vor. Deswegen lesen wir schnell über ihn hinweg, zumal wir wissen: Gleich hören wir vom Stall in Bethlehem, der Krippe und dann von den Hirten und Engeln.

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Alle Jahre wieder? Warum nach der Geburt Jesu nicht alles beim Alten bleiben kann

 Wortverkündigung zu Titus 2,11–14

Einleitung

Alle Jahre wieder nehmen wir zur Weihnachtszeit das gleiche Phänomen wahr: Kirchen, sonst eher mäßig besucht, platzen aus allen Nähten. Menschen strömen in die Gottesdienste. Da anders der Andrang kaum bewältigt werden kann, werden mehrere Gottesdienste angeboten. Wer zu spät kommt, also nicht mindestens eine halbe Stunde vor Gottesdienstbeginn anwesend ist, hat trotzdem häufig Pech: Er wird nicht selten keinen bequemen und hörfähigen Platz finden. Oft wird er sich sogar mit einem Stehplatz begnügen müssen.

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Im Osten nichts Neues? – Das einzigartige Geschehen der Weihnachtszeit

Wahrheit oder Mythos? Im folgenden Artikel nimmt der Pastor der Bekennenden evangelischen Gemeinde Osnabrück zur jungfräulichen Empfängnis Marias anhand des ersten Kapitels des Lukasevangeliums Stellung.

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Lukas 1,67–80: Überraschender Besuch – der Lobgesang des Zacharias

Im Folgenden drucken wir eine Adventspredigt ab, die der Verfasser am 9.12.2007 in der Bekennenden Evangelischen Gemeinde Hannover (BEGH) gehalten hat. Der Text wurde für den Druck leicht überarbeitet und gekürzt.1 Bitte lesen Sie zuerst den Abschnitt in einer guten Bibelübersetzung.

Wann haben Sie zum letzten Mal überraschenden Besuch bekommen? Manchmal löst das beim Besuchten eine seltsame Mischung von Freude und Schrecken aus. Auch unser Predigtabschnitt handelt von einem Überraschungsbesuch.

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