Artikel zu: Schöpfung

Der Tempel in der Bibel (Teil 1) Geschaffen, um mit Gott an seinem Ort Gemeinschaft zu haben

In der hier beginnenden Artikelserie1 wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, was die Heilige Schrift meint, wenn sie vom Tempel spricht. Ist der Tempel nur ein steinernes Gebäude in Jerusalem, das es mittlerweile seit fast 2000 Jahren nicht mehr gibt? Oder meint die Bibel nicht viel mehr, wenn sie vom Tempel spricht? Es ist die Absicht, dass wir uns mit diesen und weiteren Fragen rund um den Tempel in drei Artikeln beschäftigen. Dazu begeben wir uns auf eine Reise vom ersten bis zum letzten Buch der Bibel. In diesem ersten Teil schauen wir uns den Tempel im Alten Testament an.

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Gott schuf sie als Mann und Frau

Wortverkündigung zu 1Mose 1,26-31 und 2,18-25

      Gott schuf sie als Mann und Frau
      Gott schuf sie als Mann und Frau

Was lehrt uns dieser Bericht über die Erschaffung von Mann und Frau? Antwort: Beide, sowohl der Mann als auch die Frau, sind etwas ganz Besonderes. Sie sind die Krone der Schöpfung! Gott hat sie nicht einfach so geschaffen, sondern er verfolgte damit eine ganz bestimmte Absicht: Sie sollten ihn in der Welt verherrlichen. Die ganze Schöpfung wurde von Gott ins Dasein gerufen, um ihn zu verherrlichen und mit seiner Herrlichkeit erfüllt zu werden. Paulus schreibt darüber: „Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen“ (Röm. 1,20). Aber der Mensch hat eine ganz spezielle Stellung.

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Mann und Frau – und was die Bibel dazu sagt (Teil 1)

Einleitung: Befreiung – ein biblisches Thema

Der Apostel Johannes berichtet uns in seinem Evangelium von einem Wortwechsel zwischen Jesus und den Juden. Die Auseinandersetzung drehte sich um die Frage: Welcher Mensch kann von sich behaupten, wahrhaft frei zu sein? (Joh. 8,31-47).
Für unser Thema ist das, was der Sohn Gottes dazu lehrt, außerordentlich aufschlussreich. Aus Zeitgründen ist es nicht möglich, auf diesen Abschnitt aus dem Neuen Testament ausführlicher einzugehen. Aber ein Aspekt ist für das Thema, das hier zur Debatte steht, beachtenswert. Christus macht im Lauf der Debatte deutlich, dass die Klärung der Frage, ob du frei bist, von der Antwort abhängt, die du auf die Frage gibst: Wer ist dein Vater? Denn, so stellt der Herr klar: Keineswegs ist der frei, der tun kann, was er will, sondern frei ist derjenige, der das in seinem Leben erfüllt, wozu er von seinem Urheber, von Gott, bestimmt und geschaffen worden ist.
Im Vergleich dazu ist der Mensch, der Gott den Vater nicht als seine Autorität hat, nicht frei, sondern er ist Sklave. Er ist ein Sklave des Teufels. Indem der Herr die Beziehung zum Teufel als „Sklaverei“ bezeichnet, führt er uns vor Augen, dass die Beziehung zum Teufel in Wahrheit niemals als Vaterschaft qualifiziert werden kann. Zwar greift der Herr zunächst den Begriff des Vaters auf: „Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun.“ Aber er fügt sofort hinzu: Dieser „Vater“ ist ein „Menschenmörder“ und ein „Lügner“ (Joh. 8,44).

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Mann und Frau – und was die Bibel dazu sagt (Teil 2)

2.3. Gott schuf Mann und Frau nicht gleichartig

Die Überzeugung von der Gleichwertigkeit der Geschlechter hat sich heute weitgehend durchgesetzt. Der Grund dafür ist allerdings nicht, dass das, was das Wort Gottes darüber lehrt, anerkannt wird, sondern diese Überzeugung beruht auf einem Egalitätsdenken, wie es in den Ideen der Menschenrechte aufkam, die in der Französischen Revolution durchbrachen.
Vom Boden dieses Egalitätsdenken wird dann nämlich die Wesensverschiedenheit der Geschlechter bestritten. Dabei geht es den Genderideologen natürlich nicht um das Infragestellen der anatomischen Unterschiede von Mann und Frau. Die jeweiligen leiblich-biologischen Besonderheiten lassen sich ja nun wirklich nicht wegdiskutieren. Ihnen geht es um das Bestreiten der geistig-seelischen Differenzen zwischen den beiden Geschlechtern. Die Genderagitateure ziehen radikal in Zweifel, dass es ein erkennbares „Wesen des Mannes“ gibt und ein davon unterscheidbares „Wesen der Frau“, durch das jeweils das gesamte Leben in charakteristischer Weise bestimmt wird.

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„Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter!“

Eine biblische Provokation:

Zwischen frommem Tabugelände und gesellschaftlich anerkannter Not

Vor einiger Zeit war ich bei einem Theologen für einen fachlichen Austausch zu Besuch eingeladen. Nach einem Beschnuppern in den ersten Minuten beeilte sich mein Gesprächspartner festzustellen, dass er sich selber nicht als „Fundamentalist“ sehe. Ich fragte nach, was er unter dem Begriff verstehe. Seine Antwort: „Das kann ich dir konkret benennen. Einen (christlichen) Fundamentalisten erkennst du an seinen Standpunkten zur Entstehung der Welt, der Homosexualität und der Frauenfrage.“ In manchen frommen Kreisen erscheint es, wenn nicht „politisch inkorrekt“, so doch zumindest ein Tabu zu sein, über die Unterordnung der Frau zu sprechen.

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Ist die Schöpfung der Verkündigung des Evangeliums hinderlich?

Vor rund 130 Jahren herrschte an deutschen Universitäten die Philosophie des Neukantianismus. Eine der Grundkategorien dieses Gedankengebäudes war die Trennung zwischen so genannten Seinsaussagen und Wertaussagen. Diese Weltsicht könnte uns verhältnismäßig gleichgültig sein, wenn sie nicht bis heute einen großen Einfluss auf die deutschsprachige Theologie hätte. Denn diese Denkweise führte bei Theologen zu der Ansicht, man könne die Seinsaussagen der Bibel auf Wertaussagen verkürzen.

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