Artikel zu: Rechtfertigung und Erlösung

Der Gerechte wird aus Glauben leben (Teil 4) Habakuk 3,1 – 19

Das Beklemmende am Buch Habakuk ist seine Aktualität. Die Aktualität dieser Schrift liegt nicht darin, dass hier eine demnächst bevorstehende Invasion des Antichristen in das „Heilige Land“ vorausgesagt wird, wie es kürzlich in einer apokalyptisch orientierten Zeitschrift zu lesen war. Um Derartiges in diesen drei Kapiteln zu entdecken, müsste man zunächst eine Auslegungsweise (Hermeneutik) der Bibel akzeptieren, bei der man in die biblischen Weissagungen neben dem historischwörtlichen Sinn noch eine weitere, auf die „Endzeit“ gerichtete Sinnebene hineinliest („doppelte Erfüllung“).2 Derartiges mag zuweilen eine gewisse Sensationslüsternheit wecken, aber mit einer gesunden Auslegung des Wortes Gottes hat das nichts zu tun.

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Der Gerechte wird aus Glauben leben (Teil 3)
Habakuk 2,2 – 20

1Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts Napoleon Bonaparte aufbrach, um die gottlosen Ideale der Französischen Revolution zu verbreiten, war das für die Völker Europas verhängnisvoll. Was dann die im Lauf des 19. Jahrhunderts konzipierten und im 20. Jahrhundert in die Wirklichkeit umgesetzten atheistischen Weltanschauungen wie Marxismus, Bolschewismus, Nationalsozialismus, Stalinismus zustande brachten, war entsetzlich.

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Der Gerechte wird aus Glauben leben (Teil 2) Habakuk 1,12 – 2,1

Dass der Mensch vor Gott nur bestehen kann und allein gerechtfertigt wird durch Glauben, ist eine der Kernaussagen des Wortes Gottes. Bereits das Alte Testament lehrt diese Wahrheit und veranschaulicht sie zum Beispiel an Abraham (1Mos. 15,6). So verwundert es nicht, dass die Apostel im Neuen Testament diese Botschaft häufig mit alttestamentlichen Aussagen untermauern. Ein Vers, auf den sie mehrfach zurückgreifen, stammt aus dem Propheten Habakuk: „Der Gerechte wird aus Glauben leben“ (Hab. 2,4).

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Abrahams Gerechtigkeit aus Glauben 1Mose 15,1–6

Die folgende Predigt ist Teil einer Reihe, die unter der Überschrift steht „Gottes Bund mit Abraham“.1 Es geht also nicht nur darum, die Fakten aus Abrahams Leben zusammenzutragen. Wenn wir uns mit dem Bund Gottes mit Abraham beschäftigen, dann unter der Fragestellung: Wie hat sich der eine Bund während der Zeit Abrahams entwickelt, der ewige Gnadenbund Gottes mit seinem Volk, der Bund, in dem auch wir heute durch Jesus Christus stehen dürfen, und was lernen wir aus den Berichten des Alten Testaments über das Wesen dieses einen Bundes? Lesen Sie bitte vorher den Abschnitt in einer guten Übersetzung.

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Der Gerechte wird aus Glauben leben (Teil 1) Habakuk 1,1–12

1Es ist bereits seit dem Sündenfall so, dass der Mensch seinen eigenen Vorteil im Auge hat. Das ist nichts Neues. Neu ist allerdings die bis hinein in christliche Gemeinden zu beobachtende Haltung, man habe alles an der Beantwortung der Frage zu messen, ob dieses oder jenes einem etwas bringt. Es hat den Anschein, als ob nicht nur bei den Predigten, sondern bei sämtlichen gemeindlichen Aktivitäten die Frage dominiert: Was habe ich davon? Das Problem bei dieser Haltung ist, dass sich denjenigen, die alles unter diesem Blickwinkel betrachten, die Dimensionen des Glaubens enorm verengen.

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Offenbarung 19,7.8

Die nachfolgende Andacht wurde vor wenigen Wochen zu Beginn der alljährlichen Sitzung des Vereins für Reformatorische Publizistik gehalten.

„Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend; denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.“

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Wortverkündigung zu: Offenbarung 5,6

“ …ein Lamm, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, die die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde.“

Offenbarung 5,6

Die Macht des geschlachteten Lammes

Wenn der Sohn Gottes nicht in diese Welt gekommen wäre, wenn er nicht in Bethlehem geboren worden wäre, wenn er nicht als das von Gott dem Vater ausersehene Lamm geschlachtet worden wäre, dann hätte er auch nicht die Buchrolle in Empfang nehmen können, von der uns im fünften Kapitel des letzten Buches der Heiligen Schrift berichtet wird (Offb. 5,7ff).

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Wortverkündigung zu 1Korinther 1,18

„Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen, uns aber, die wir errettet werden, ist es Gotteskraft.“

1Korinther 1,18

Das Wort vom Kreuz

Dabei bin ich mir darüber im Klaren: Diese Aussage ist ein hartes Wort. Denn es zieht Grenzen, und Grenzen mögen wir heute nicht.

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Ist die Schöpfung der Verkündigung des Evangeliums hinderlich?

Vor rund 130 Jahren herrschte an deutschen Universitäten die Philosophie des Neukantianismus. Eine der Grundkategorien dieses Gedankengebäudes war die Trennung zwischen so genannten Seinsaussagen und Wertaussagen. Diese Weltsicht könnte uns verhältnismäßig gleichgültig sein, wenn sie nicht bis heute einen großen Einfluss auf die deutschsprachige Theologie hätte. Denn diese Denkweise führte bei Theologen zu der Ansicht, man könne die Seinsaussagen der Bibel auf Wertaussagen verkürzen.

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