Artikel zu: Johannes

Der von Anfang war wurde Fleisch

Wortverkündigung zu (1Johannes 1,1-4)

Gleich in den ersten Versen des ersten Johannesbriefes geht es um die Menschwerdung des Sohnes Gottes. Es fällt auf, wie abrupt dieser Brief einsetzt. Aus den Briefen der Apostel Paulus und Petrus kennen wir es anders. Hier aber erfolgt keine Begrüßung, keine Vorstellung des Schreibers, und auch eine Anrede an die Adressaten suchen wir vergeblich.

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Wortverkündigung: Johannes 10,37-38

„Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht! Tue ich sie aber, so glaubt doch den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und glaubt, dass der Vater in mir ist und ich in ihm!“

Johannes 10,37.38

Der Sohn Gottes sagte dieses Wort in einer der letzten Auseinandersetzungen, die er während seines irdischen Wirkens mit den Juden führte. Es ging wieder einmal um die Frage: Wer ist Jesus? Ist er der von Gott dem Vater gesandte Messias? Ist er der gottgleiche Sohn Gottes? Oder ist er es nicht?

Jesus verwies in diesem Zusammenhang auf seine Werke. Er bekräftigte, dass diese Werke die Werke seines Vaters
sind.

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Wortverkündigung: Johannes 1, 18

„Niemand hat Gott je gesehen. Der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben.“

Johannes 1,18

Sehnsüchte und Ängste zur Weihnachtszeit

Die Beobachtung ist nicht originell: In der breiten Öffentlichkeit gerät die wahre Bedeutung der Adventszeit und des Weihnachtsfestes immer stärker in Vergessenheit. Es mag sein, dass sich der eine oder der andere unserer Zeitgenossen noch daran erinnert, dass diese Festtage wohl ursprünglich eine Feier aus Anlass der Geburt Jesu waren. Aber ihn selbst scheint diese Wahrheit kaum noch zu betreffen. Der Kommerz übt eine wesentlich größere Macht aus. Ganz sicher werden nicht wenige unserer Mitbürger am Abend des 24. Dezember einfach nur froh sein, dass der „ganze Rummel“ vorbei ist. Ich denke hier nicht zuletzt an die Verkäufer.

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Wortverkündigung: Johannes 8,43.44

„Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, das wollt ihr tun.“

Johannes 8,43.44

Jesus sprach diese Worte während einer scharfen Auseinandersetzung mit den Juden. Bei diesem Wortwechsel ging es dem Sohn Gottes um das Verstehen seiner Worte. Wenn Theologen das Verstehen des Wortes Gottes thematisieren, sprechen sie häufig von „Hermeneutik“.

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„Lazarus, komm heraus!“

Wortverkündigung zu Johannes 11,43

Einleitung

Unser heutiges Schriftwort und das gesamte 11. Kapitel des Johannesevangeliums gehören sicher zu den bekanntesten Abschnitten der Heiligen Schrift. Das ist nicht überraschend, denn die Wunder, die Jesus während seines irdischen Dienstes tat, ziehen naturgemäß großes Interesse auf sich. Und unter all diesen Wundern nimmt die Auferweckung des Lazarus einen sehr prominenten Platz ein. Warum, so fragen wir, ist das so? Warum bleibt selbst Menschen, die mit Jesus Christus nicht viel im Sinn haben, die aber zumindest schon einmal von ihm gehört haben, vor allem dies in Erinnerung: dass er viele Wunder tat oder getan haben soll? Ist es die menschliche Neugier, die Lust am Ungewöhnlichen, an Sensationen? Möglicherweise. Aber das sollen nicht die Motive sein, die uns beim Hören dieser Wunder und überhaupt aller biblischen Berichte leiten.

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Wortverkündigung: Johannes 19,30

„Es ist vollbracht!“ (Johannes 19,30)

Der Ruf des Siegers

Es ist vollbracht!“ So lautet das vorletzte der sieben Worte, die uns aus dem Mund unseres gekreuzigten Heilands überliefert sind. Unmittelbar danach neigte der Herr sein Haupt und übergab den Geist. Der Evangelist Lukas berichtet, dass er dabei mit lauter Stimme rief: „Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist!“ (Luk. 23,46).

Der Ausruf „Es ist vollbracht!“ besagt, dass die aufgetragene Aufgabe fertiggestellt worden ist. Jesu Tod am Schandpfahl meint also nicht, dass hier jemand gescheitert ist. Vielmehr brachte der Sohn Gottes seinen Auftrag zum Abschluss.

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Jesus Christus offenbart den Namen Gottes

Anmerkungen zu Johannes 17,6–11

Einleitung

Das 17. Kapitel des Johannesevangeliums wird gemeinhin als das Hohepriesterliche Gebet bezeichnet. Der Grund liegt darin, dass Jesus Christus hier als Haupt und Mittler seiner Gemeinde vor Gott für die Seinen eintritt. Er tritt als ihr Hohepriester im Gebet vor Gott, um ihm einerseits ihre Belange aufzutragen, ihn aber andererseits auch in ihrem Namen anzubeten.

Ein Gebet ist mehr als nur das Weiterleiten einer Wunschliste. Gewiss ist das Bitten ein zentraler Bestandteil eines Gebets zu Gott. Das verrät schon das Wort selbst. Aber zu einem Gebet gehört auch die Anbetung Gottes. Das Gebet muss einen Grund haben. Indem wir Gott loben, indem wir sein Wesen und seine Taten bekennen, legen wir das Fundament für unsere Bitten. Erst wenn wir wissen, wer Gott ist, was er tut und was wir von ihm zu erwarten haben, können wir ihn auch um etwas bitten. Unsere Bitten gründen sich also auf das, was wir von Gott glauben.

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Wortverkündung: Johannes 1, 11-12

Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er die Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.

Johannes 1,11.12

Das Kommen Christi zieht Grenzen

Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit erinnern wir uns daran, dass der Sohn Gottes in diese Welt kam. Er kam in „sein Eigentum„, so heißt es in dem oben zitierten Wort. Doch anders als wir es möglicherweise vermuten, fährt dieser Vers nicht damit fort, dass er nun eine allgemeine Harmonie verkündet. Vielmehr lesen wir die erschreckende Aussage: „Die Seinen nahmen ihn nicht auf.“

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