Artikel zu: Johannes Calvin

Die Reformation, die Deutschen und Johannes Calvin (Teil 6)

Martin Bucer – ein väterlicher Freund Calvins

Die deutschen Anfänge der Reformation

Dass die Wurzeln der Reformation vor allem in den deutschen Ländern liegen, ist unumstritten. Selbst wenn man unterstellt, dass Huldrych Zwingli (14841531) selbstständig, also unabhängig von Luthers Schriften, zum reformatorischen Ansatz gekommen sei, ist Luthers Einfluss in den Anfangsjahren der Reformation im oberdeutschen Raum, wie übrigens auch im niederdeutschen (niederländischen) und französischen Raum, sehr prägend. Auch für den weiteren Verlauf der Reformation gilt es als unstrittig, dass gerade die deutschen theologischen Linien sehr stark und wirkungsvoll waren.

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Die Reformation, die Deutschen und Johannes Calvin (Teil 5)
Ein Franzose verteidigt die Reformation, auch die deutsche

Musste Reformation sein?

Im Jahre 1924 erschien in München ein kleines, unscheinbares Büchlein. Vielleicht wurde das Buch in den turbulenten 20er Jahren nicht sonderlich zur Kenntnis genommen; trotzdem war es durchaus bedeutender, als man vermuten könnte. Denn zusammen mit drei anderen berühmten Schriften der Reformationszeit1 enthielt diese unscheinbare Publikation2 auch die deutsche Übersetzung einer apologetischen (Verteidigungs-)Schrift, die im 16. Jahrhundert große Wellen geschlagen hatte.

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Die Reformation, die Deutschen und Johannes Calvin (Teil 3) Luther und Calvin – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Nachdem der ART-Dozent, Dr. Victor E. d’Assonville, in der letzten Nummer der Bekennenden Kirche auf das respektvolle Verhältnis zwischen Luther und Calvin aufmerksam gemacht hat, zeigt er in diesem Artikel einige Gemeinsamkeiten zwischen den beiden sowie aufschlussreiche Akzentunterschiede auf.1

„Der französische Luther“

„Calvin, le Luther français“ („Calvin, der französische Luther“) – so lautet ein Artikelhinweis auf der Titelseite des französischen Sprachmagazins „écoute“, im März 2009. Aber stimmt das?

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Die Reformation, die Deutschen und Johannes Calvin (Teil 2)
Luther und Calvin – ein respektvolles Verhältnis

Die in der letzten Nummer der Bekennenden Kirche angefangene Artikelreihe setzt der ARTDozent Dr. Victor d’Assonville mit dem folgenden Artikel fort, in dem er auf die Gemeinsamkeiten, ja auf die freundliche Beziehung aufmerksam macht, die es zwischen Johannes Calvin und Martin Luther gab.

Eine Frage der Quellen

Immer wieder, besonders im Zeitraum zwischen dem Calvinjahr 2009 und dem Reformationsjahr 2017, stellt sich die Frage nach dem Verhältnis des Genfer Reformators Johannes Calvin (1509–1564) und des Professors aus Wittenberg,

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Die Reformation, die Deutschen und Johannes Calvin

Deo volente wird es in acht Jahren soweit sein. Dann, im Jahre 2017, wird nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten protestantischen Welt der Reformation vor 500 Jahren gedacht werden – auch in den reformierten, also in den mehr oder weniger calvinistisch geprägten Kirchen (Gemeinden) weltweit. Das Jubiläumsjahr 2017 bezieht sich auf den 31. Oktober 1517, als Martin Luther (14831546) seine berühmten 95 Thesen an die Schlosskirchentür zu Wittenberg anschlug.

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Wortverkündigung und Gemeindebau bei Johannes Calvin

Es ist schon lange her, dass Johannes Calvin gelebt hat: Im kommenden Jahr gedenken wir an seinen fünfhundertsten Geburtstag. Gleichwohl wäre es ein Irrtum, allein aus dem Umstand, dass dieser Mann schon vor mehreren Jahrhunderten gelebt hat, die Schlussfolgerung zu ziehen, dass er uns zum Thema des Gemeindebaus nichts mehr zu sagen hat. Im Gegenteil! Wenn heutzutage Bücher zu dieser Thematik eine relativ kurze Halbwertszeit haben, erscheint es sehr sinnvoll, einmal zu untersuchen, wie in der Zeit der Reformation über Gemeindebau gedacht wurde. Könnte es nicht sein, dass gerade die Einsichten des Genfer Reformators uns auf Aspekte stoßen lassen, die man heute unbeachtet lässt oder gar verachtet? Der Verfasser des folgenden Artikels bejaht diese Frage entschieden.

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