Artikel zu: Gemeinde

Wortverkündigung: Römer 14, 10

„Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden ja alle vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen!“ (Römer 14,10)

Nicht richten?

Richten
oder (sollen wir besser) nicht richten? Werden wir in diesem Vers aufgefordert, alles zu tolerieren? Sollen wir also schweigen, lächeln und alles laufen lassen? Eine solche Einstellung würde dem heutigen Trend entsprechen. Entspricht sie auch dem Wort Gottes?

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Die (Heils–)Notwendigkeit der Kirche [Gemeinde]: römisch oder reformatorisch?

Vielleicht haben sich Ihnen bereits beim Lesen der Überschrift die Nackenhaare gesträubt: Die Kirche soll notwendig sein für unser Heil, für unsere Erlösung?

Unsere emotionale, instinktive Reaktion gegen solch eine Aussage sagt allerdings etwas über uns aus, nämlich dass wir nicht (mehr) „katholisch“ sind. Und zwar in einem doppelten Sinne nicht.

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Anmerkungen zu Johannes Reimers Konzeption des „gesellschaftsrelevanten Gemeindebaus“

Seit einigen Jahren wird Johannes Reimer in der evangelikalen Welt immer bekannter. Sein Gemeindebaukonzept verspricht Erfolg. Somit scheint er das Recht, dieses Konzept zu verbreiten, auf seiner Seite zu haben.

Ich lernte Johannes Reimer im Jahr 2006 kennen, als ich die Wiedenester Pfingstjugendkonferenz besuchte, auf der Reimer einer der Hauptredner war. Viele waren schnell von ihm begeistert. Er ist ein packender Redner. Er hat neue, fast revolutionäre Ideen. Damit kann man Jugendliche begeistern.

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Sonntags-Club oder Bild des Himmlischen…?

Wenn das Evangelium den sonntäglichen Gottesdienst prägt

Das Thema Gottesdienstgestaltung ist heute heiß diskutiert und umstritten. Es ist nicht nur so, dass wir gegenwärtig die verschiedensten Formen von gottesdienstlichen Veranstaltungen vorfinden. Die Frage, wie die Gottesdienste gefeiert werden sollen, wird auch recht unterschiedlich beantwortet – meistens je nach dem, von welchem kirchlichen Hintergrund jemand kommt. In manchen Kreisen gibt es einen regelrechten Kampf um die Gottesdienstgestaltung.
Dieser Kampf ist leider vorwiegend von Vorlieben bestimmt. Das heißt: Die beiden oder mehrere Lager, die sich um das Thema streiten, sind vorwiegend bemüht, ihre eigene Sicht durchzusetzen.

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Das Amt der Schlüssel – ein Weg zur Reformation?

Es ist kein Geheimnis, dass die Gemeinde Jesu sich im nachkonfessionellen Zeitalter befindet. Wir leben in einer Zeit, in der Christen sich kaum mehr über kirchliche Zugehörigkeit (das heißt Mitgliedschaft in einer Denomination oder in einem Gemeinde oder Kirchenbund) definieren, sondern über ihre Zugehörigkeit zu übergemeindlichen oder außerkirchlichen Bewegungen. Man ist heute nicht in erster Linie „Baptist“, „Lutheraner“, „Reformierter“, „Methodist“ oder „frei evangelisch“, sondern „evangelikal“, „emerging“, „postliberal“ oder „missional“. (Was genau sich hinter diesen Begriffen im Einzelnen verbirgt, soll uns hier nicht weiter beschäftigen.) Unsere Identität als Christ ist nicht mehr theologisch und konfessionell (also objektiv nachprüfbar und damit kritikfähig), sondern sie ist weitestgehend atheologisch, soziologisch, subjektiv und damit weder nachprüfbar noch wirklich kritikfähig geworden.

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Wortverkündigung zu 1Tim 3,14.15

„Dieses schreibe ich dir, damit du weißt, wie man sich verhalten soll im Haus Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit.“

1Tim. 3,14.15

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Plädoyer für die Gebetsstunde

Weil bei Gott Hilfe zu finden ist

David war ein Mann, der zu Gott in allen Lebenslagen betete. Die Psalmen zeugen davon. Häufig war es so, dass er betete, bevor er eine Sache in Angriff nahm. Einmal stand er vor der Frage, ob er gegen die Philister in den Krieg ziehen sollte. Da suchte er das Angesicht Gottes und betete zu ihm (1Sam. 23,2).

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Offenbarung 19,7.8

Die nachfolgende Andacht wurde vor wenigen Wochen zu Beginn der alljährlichen Sitzung des Vereins für Reformatorische Publizistik gehalten.

„Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend; denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.“

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Wortverkündigung und Gemeindebau bei Johannes Calvin

Es ist schon lange her, dass Johannes Calvin gelebt hat: Im kommenden Jahr gedenken wir an seinen fünfhundertsten Geburtstag. Gleichwohl wäre es ein Irrtum, allein aus dem Umstand, dass dieser Mann schon vor mehreren Jahrhunderten gelebt hat, die Schlussfolgerung zu ziehen, dass er uns zum Thema des Gemeindebaus nichts mehr zu sagen hat. Im Gegenteil! Wenn heutzutage Bücher zu dieser Thematik eine relativ kurze Halbwertszeit haben, erscheint es sehr sinnvoll, einmal zu untersuchen, wie in der Zeit der Reformation über Gemeindebau gedacht wurde. Könnte es nicht sein, dass gerade die Einsichten des Genfer Reformators uns auf Aspekte stoßen lassen, die man heute unbeachtet lässt oder gar verachtet? Der Verfasser des folgenden Artikels bejaht diese Frage entschieden.

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Gedanken zur Einheit in der Gemeinde Jesu

Im Folgenden, persönlich gehaltenen Aufsatz reflektiert der Verfasser die Frage nach der Einheit der Gemeinde Jesu: Wie können Christen sich um Einheit bemühen, ohne in die Gefahren falscher Allianzen und Einheitsbestrebungen zu geraten?

Das Problem mit der Einheit

Immer wenn ich über die Einheit der Christen nachdenke, beschleicht mich ein leichtes Unbehagen, und ich komme zu dem Schluss, dass dieses Thema noch nicht befriedigend und abschließend diskutiert ist.

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