Artikel zu: Evangelisation

Das Zeugnis der Gemeinde durch die Botschaft, die sie verkündet

Wortverkündigung zu 1.Korinther 2,1.2

Die amerikanische Soziologin Marsha Witten berichtet von einem Flyer, den sie eines Morgens in ihrem Briefkasten fand. Auf diesem stand sinngemäß Folgendes: „Gehören Sie auch zu denen, die es schon längst aufgegeben haben, Gottesdienste zu besuchen? Die Gründe sind vielfältig: Die Predigten sind langweilig; viele Gemeinden wollen nur Ihr Geld; die Mitglieder sind unfreundlich zu Gästen;

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Das Zeugnis der Gemeinde durch die Schwachheit, mit der sie auftritt

In der Welt zählt, was vor Augen ist. Es ist beeindruckend, wenn jemand gut aussieht, gut reden kann, Erfolg hat oder einen Titel erlangt. Es ist peinlich und beschämend, wenn jemand eine schlechte Figur macht.

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Christentum und Islam – ein Vergleich (Teil 3)

Dies ist der dritte und abschließende Teil der Serie „Christentum und Islam – ein Vergleich“. Im Lauf dieser Reihe befassten wir uns bereits mit mehreren Themen. Sowohl das Schriftverständnis als auch das Gottesverständnis beider Religionen wurden beleuchtet und miteinander verglichen. Es wurde ersichtlich, dass einer der wichtigsten Unterschiede zwischen der christlichen Lehre und dem Islam das Verständnis über das Wesen Gottes ist. Während die Muslime an einen einzigen Gott glauben, dessen Wesen man als eine „unteilbare Einsheit“ bezeichnen kann, glauben Christen an den dreieinigen Gott. Wir sahen, dass sich diese unterschiedliche Auffassung über Gott auf alle anderen Lehrsätze sehr stark auswirkt, sowohl auf die Frage nach dem Offenbarungs- und Schriftverständnis der jeweiligen Religionen, als auch auf die Frage nach der Erlösung sowie dem Urteil darüber, wer Jesus von Nazareth ist.

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Christentum und Islam – Ein Vergleich (Teil 2)

In der letzten Ausgabe der Bekennenden Kirche begannen wir, uns aus evangelistischen und apologetischen Gründen mit dem Islam zu beschäftigen. Wir haben uns dabei von der Frage leiten lassen, warum wir als Christen den Islam ablehnen. Immerhin stellt er in der Logik vieler Muslime die konsequente Fortsetzung, Verbesserung und Vollendung des christlichen Glaubens dar.

Um diese Frage beantworten zu können, sahen wir uns die historischen Entstehungszusammenhänge von Christentum und Islam an. Wir stellten dabei fest, dass durch die Verkündigung Jesu das Christentum bereits von Anfang an eine Ausrichtung auf das Ewige und Unvergängliche aufweist. Demgegenüber war die Frühgeschichte des
Islam nicht zuletzt durch politische und persönliche Interessen Muhammads und seiner Nachfolger geprägt.

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Christentum und Islam – Ein Vergleich (Teil 1)

„Der Islam gehört zu Deutschland“, erklärte der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff vor noch nicht allzu langer Zeit. Er gab damit der Debatte einen neuen Impuls, die seit mehreren Jahrzehnten auf vielen Ebenen der Gesellschaft geführt wird. Gehört der Islam wirklich in unser Land? Joachim Gauck, Wulffs Nachfolger im Amt des Bundespräsidenten, äußerte sich zur Aussage seines Vorgängers. Gauck würde zwar die Grundaussage des Satzes annehmen, jedoch die Formulierung Wulffs scheint seiner Meinung nach nicht ganz gelungen. Er würde lieber sagen: „Die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland“1.

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„Seid allezeit bereit zur Verantwortung!”

Die Verteidigung des christlichen Glaubens im 21. Jahrhundert

Wenn es bei den Christen, die die Heilige Schrift als das Wort Gottes ernst nehmen, im 21. Jahrhundert eine Unsicherheit gibt, dann ist es die Frage, wie man mit der Welt umgehen soll. Viele Fragen werden da aufgeworfen, wie etwa die folgende: Wie weit (oder überhaupt?) soll man sich der Welt anpassen? Eine andere Frage lautet, ob sich ein Christ in politischen Fragen äußern soll oder gar ein politisches Amt bekleiden darf oder ob man als Christ
seine Kinder noch in öffentliche Schulen schicken kann/soll.

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Das missionarische Selbstverständnis des Apostels Paulus

Der Handelnde ist Gott

Gott ist der Kyrios, der „Herr“, der Missions- und Gemeindearbeit (1Kor. 3,5). Er teilt in seiner Souveränität jedem „seine besondere Aufgabe“ zu und gibt jedem unterschiedliche Gaben. Beides ist Geschenk Gottes. Allein von ihm kommt der Missionserfolg, nur durch ihn kommt es zum Wachstum (1Kor. 3,6.7). Paulus vertraut in seiner Missionsarbeit allein auf die Kraft Jesu Christi (Röm. 15,18). Das Wirken Christi ist Ursache dafür, dass Heiden zum Glaubensgehorsam kommen. Effektivität in Mission und Gemeindearbeit hängt nicht von Personen und Programmen, nicht von rhetorischen Techniken oder ausgeklügelten Methoden ab, sondern allein vom Wirken Gottes. Nur durch Gott geschieht Wachstum (1Kor. 3,6). Alle Verkündiger sind „nichts“ (1Kor. 3,7a), ein Nichts, aus dem nur Gottes Schöpfertat etwas zu machen vermag. Rechte Verkündiger des Evangeliums können sich und ihre Arbeit nur von der Schöpfung aus dem Nichts her begreifen. Deshalb gehören die Gemeinden, die als Frucht der Missionsarbeit entstanden sind, weder Paulus noch anderen Lehrern. Die Gemeinde ist immer „Gottes Ackerfeld, Gottes Bau“ (1Kor. 3,9).

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Was Gottes Werk ausmacht

Wortverkündigung zu Johannes 4,27-42:

Werke weisen auf denjenigen, der hinter ihnen steht. Wenn wir uns die Werke und die Handlungen einer Person ansehen, erfahren wir viel über das Wesen und den Charakter der Person. So verhält es sich auch bei Gott. Seine Werke demonstrieren seinen Charakter und seine Eigenschaften. Sie zeigen uns, dass er ein heiliger, gerechter, aber auch ein gnädiger und liebevoller Gott ist.

Das Wort Gottes zeigt uns immer wieder, was Gottes Werk ausmacht. Auch in dem Abschnitt, auf den wir hören wollen, Johannes 4,27-42, erhalten wir wesentliche Hinweise auf wichtige Aspekte, die Gottes Werk kennzeichnen.

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Anmerkungen zu Johannes Reimers Konzeption des „gesellschaftsrelevanten Gemeindebaus“

Seit einigen Jahren wird Johannes Reimer in der evangelikalen Welt immer bekannter. Sein Gemeindebaukonzept verspricht Erfolg. Somit scheint er das Recht, dieses Konzept zu verbreiten, auf seiner Seite zu haben.

Ich lernte Johannes Reimer im Jahr 2006 kennen, als ich die Wiedenester Pfingstjugendkonferenz besuchte, auf der Reimer einer der Hauptredner war. Viele waren schnell von ihm begeistert. Er ist ein packender Redner. Er hat neue, fast revolutionäre Ideen. Damit kann man Jugendliche begeistern.

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Ist die Schöpfung der Verkündigung des Evangeliums hinderlich?

Vor rund 130 Jahren herrschte an deutschen Universitäten die Philosophie des Neukantianismus. Eine der Grundkategorien dieses Gedankengebäudes war die Trennung zwischen so genannten Seinsaussagen und Wertaussagen. Diese Weltsicht könnte uns verhältnismäßig gleichgültig sein, wenn sie nicht bis heute einen großen Einfluss auf die deutschsprachige Theologie hätte. Denn diese Denkweise führte bei Theologen zu der Ansicht, man könne die Seinsaussagen der Bibel auf Wertaussagen verkürzen.

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