Artikel zu: Kirchengeschichte

Philipp Melanchthon Melanchthon und Luther – Verschieden im Charakter, einig im Glauben

Eine deutsche Reformation, ein deutscher Reformator?

Schon vor 35 Jahren stellte die theologische Koryphäe Kurt Aland kritisch fest, dass, wenn heutzutage von „den Reformatoren“ gesprochen werde, selbst ein Theologe, um von der Gemeinde ganz zu schweigen, im allgemeinen nur an Luther und Calvin denke. Wird aber „vom ‚Reformator‘ geredet, so meint man damit Luther“.1 Diese Feststellung gilt immer noch. Die Bedeutung Melanchthons als Reformator ist entweder nicht bekannt oder ist – auch in Deutschland – einfach in Vergessenheit geraten. Eine derartige Bildungslücke zeugt allerdings von mangelndem Verständnis für die Geschichte der Reformation.

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Philipp Melanchthon „Von Luther habe ich das Evangelium gelernt“

Ein neues Interesse an der Heiligen Schrift im Original

Im letzten Beitrag zu Melanchthon (Bekennende Kirche, Dez. 2010, Nr. 43, S. 16-18) sahen wir, dass Melanchthon als Humanist im Sinne des Humanismus des 16. Jahrhunderts zu verstehen ist. Diese geistige Bewegung beinhaltete ein neues Interesse an den ursprünglichen Quellen, auch an der Heiligen Schrift. Es war ein Interesse, das zu bahnbrechenden Erschließungen des griechischen und hebräischen Textes des Wortes Gottes führte. In dieser Hinsicht war der Humanismus für die Reformation von nicht geringer Bedeutung.

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Philipp Melanchthon (1497–1560) Vom Wunderkind zum Professor in Wittenberg

Melanchthon: Der Unbekannte unter den Bekannten

Neben den vielen Ereignissen des zu Ende gehenden Jahres 2010, angefangen von der Fußball-WM bis zu den Versuchen die Weltwirtschaftskrise zu beheben, von dem Ringen um umstrittene Fragen zum Weltklima bis zu politischen Debatten über erneuerbare Energien, von Afghanistan und Haiti bis zum Gazastreifen, von der Ölpest im Golf von Mexiko bis zu den Vulkanausbrüchen in Indonesien, Island usw., ist wahrscheinlich an den meisten unbemerkt vorbeigegangen, dass das Jahr 2010 auch das Melanchthonjahr war.

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Ein Mensch und Reformator – Martin Luther vor 500 Jahren

„Wir sind Bettler Das ist wahr.“

Ein echter Bauersohn

In einer sprachübergreifenden internationalen Untersuchung, die vor zehn Jahren von einem französischen Forscher durchgeführt wurde, schnitt Martin Luther als wichtigste deutsche Persönlichkeit der Geschichte ganz gut ab. Nach Leonardo da Vinci und Christoph Kolumbus nahm er in der Kategorie Mittelalter und Frühzeit den dritten Platz ein. Aber was wissen wir von diesem Sohn eines Bergmanns, der vor knapp 500 Jahren maßgeblich an der Reformation der Kirche beteiligt war und über den jährlich hunderte Studien veröffentlicht werden?

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Die Reformation, die Deutschen und Johannes Calvin (Teil 6)

Martin Bucer – ein väterlicher Freund Calvins

Die deutschen Anfänge der Reformation

Dass die Wurzeln der Reformation vor allem in den deutschen Ländern liegen, ist unumstritten. Selbst wenn man unterstellt, dass Huldrych Zwingli (14841531) selbstständig, also unabhängig von Luthers Schriften, zum reformatorischen Ansatz gekommen sei, ist Luthers Einfluss in den Anfangsjahren der Reformation im oberdeutschen Raum, wie übrigens auch im niederdeutschen (niederländischen) und französischen Raum, sehr prägend. Auch für den weiteren Verlauf der Reformation gilt es als unstrittig, dass gerade die deutschen theologischen Linien sehr stark und wirkungsvoll waren.

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Die Reformation, die Deutschen und Johannes Calvin (Teil 5)
Ein Franzose verteidigt die Reformation, auch die deutsche

Musste Reformation sein?

Im Jahre 1924 erschien in München ein kleines, unscheinbares Büchlein. Vielleicht wurde das Buch in den turbulenten 20er Jahren nicht sonderlich zur Kenntnis genommen; trotzdem war es durchaus bedeutender, als man vermuten könnte. Denn zusammen mit drei anderen berühmten Schriften der Reformationszeit1 enthielt diese unscheinbare Publikation2 auch die deutsche Übersetzung einer apologetischen (Verteidigungs-)Schrift, die im 16. Jahrhundert große Wellen geschlagen hatte.

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Die Reformation, die Deutschen und Johannes Calvin (Teil 4)

Luther und Calvin – zwei Reformatoren, eine Reformation

Im letzten Artikel (Bekennende Kirche Nr. 38, September 2009, S. 1214) wurde auf Luthers und Calvins gemeinsame Betonung der Rechtfertigung durch den Glauben allein (sola fide) als entscheidendes „Herzstück der Religion“ hingewiesen. „… die Gerechtigkeit vor Gott, … kommt aus dem Glauben an Jesus Christus …“ Es kommt auf Gottes Gnade allein an. Was der Mensch tut, auch das Beste, auch das Hervorragendste, trägt nicht das Geringste zu seiner ewigen Seligkeit bei. Gleichwohl ist Gehorsam gegenüber Gott und seinem Wort notwendig, allerdings nicht als Leistung, um etwas zu erwerben, sondern als Dankbarkeit gegenüber Gott – für seine alles umfassende Gnade in Christus.

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Die Reformation, die Deutschen und Johannes Calvin (Teil 3) Luther und Calvin – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Nachdem der ART-Dozent, Dr. Victor E. d’Assonville, in der letzten Nummer der Bekennenden Kirche auf das respektvolle Verhältnis zwischen Luther und Calvin aufmerksam gemacht hat, zeigt er in diesem Artikel einige Gemeinsamkeiten zwischen den beiden sowie aufschlussreiche Akzentunterschiede auf.1

„Der französische Luther“

„Calvin, le Luther français“ („Calvin, der französische Luther“) – so lautet ein Artikelhinweis auf der Titelseite des französischen Sprachmagazins „écoute“, im März 2009. Aber stimmt das?

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Die Reformation, die Deutschen und Johannes Calvin (Teil 2)
Luther und Calvin – ein respektvolles Verhältnis

Die in der letzten Nummer der Bekennenden Kirche angefangene Artikelreihe setzt der ARTDozent Dr. Victor d’Assonville mit dem folgenden Artikel fort, in dem er auf die Gemeinsamkeiten, ja auf die freundliche Beziehung aufmerksam macht, die es zwischen Johannes Calvin und Martin Luther gab.

Eine Frage der Quellen

Immer wieder, besonders im Zeitraum zwischen dem Calvinjahr 2009 und dem Reformationsjahr 2017, stellt sich die Frage nach dem Verhältnis des Genfer Reformators Johannes Calvin (1509–1564) und des Professors aus Wittenberg,

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Die Reformation, die Deutschen und Johannes Calvin

Deo volente wird es in acht Jahren soweit sein. Dann, im Jahre 2017, wird nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten protestantischen Welt der Reformation vor 500 Jahren gedacht werden – auch in den reformierten, also in den mehr oder weniger calvinistisch geprägten Kirchen (Gemeinden) weltweit. Das Jubiläumsjahr 2017 bezieht sich auf den 31. Oktober 1517, als Martin Luther (14831546) seine berühmten 95 Thesen an die Schlosskirchentür zu Wittenberg anschlug.

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