Artikel zu: Gemeinde Praktisch

Das Zeugnis der Gemeinde des dreieinen Gottes – durch die Liebe, die sie zeigt

Einleitung

Die Gemeinde Jesu leidet heute unter der Veränderung in der Evangeliumsverkündigung, die vor über hundert Jahren vorgenommen wurde: Damals begann man, die „Entscheidung“ des Menschen in den Vordergrund zu rücken.

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Das Zeugnis der Gemeinde durch die Schwachheit, mit der sie auftritt

In der Welt zählt, was vor Augen ist. Es ist beeindruckend, wenn jemand gut aussieht, gut reden kann, Erfolg hat oder einen Titel erlangt. Es ist peinlich und beschämend, wenn jemand eine schlechte Figur macht.

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Neuausrichtung des Lebens, nicht nur nach der Urlaubszeit – Einsichten aus dem Buch Prediger

Viele von uns waren in den zurückliegenden Wochen im Urlaub. Inzwischen hat uns der Alltag wieder eingeholt. Es wartet wieder die Arbeit auf uns. Gerade diesen Umschwung erleben wir nicht selten als Unglück, denn nun scheint wieder die Monotonie des Alltags zu beginnen.
Nicht nur in dieser Situation ist es gut, auf ein Buch aus dem Wort Gottes zu achten, auf das Buch des Predigers Salomo.

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Der Gottesdienst-Konsumenten-Test

Wenn der Kompass falsch ausgerichtet ist

Mit Karte und Kompass ausgerüstet zogen wir am Samstagnachmittag los. Mein Vater wollte uns Kindern zeigen, wie man sich im Gelände mit diesen beiden Hilfsmitteln orientiert. Zuerst erklärte er uns, dass die Kompassnadel stets nach Norden zeigt und man die Karte entsprechend ausrichten kann. Dann blickte er uns eindringlich an und sagte: „Stellt euch vor, wenn dieser Magnetismus gestört wäre.“ Ja, was wäre dann? Wir würden die Karte verkehrt ausrichten und in die falsche Richtung gehen.

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Christentum und Islam – ein Vergleich (Teil 3)

Dies ist der dritte und abschließende Teil der Serie „Christentum und Islam – ein Vergleich“. Im Lauf dieser Reihe befassten wir uns bereits mit mehreren Themen. Sowohl das Schriftverständnis als auch das Gottesverständnis beider Religionen wurden beleuchtet und miteinander verglichen. Es wurde ersichtlich, dass einer der wichtigsten Unterschiede zwischen der christlichen Lehre und dem Islam das Verständnis über das Wesen Gottes ist. Während die Muslime an einen einzigen Gott glauben, dessen Wesen man als eine „unteilbare Einsheit“ bezeichnen kann, glauben Christen an den dreieinigen Gott. Wir sahen, dass sich diese unterschiedliche Auffassung über Gott auf alle anderen Lehrsätze sehr stark auswirkt, sowohl auf die Frage nach dem Offenbarungs- und Schriftverständnis der jeweiligen Religionen, als auch auf die Frage nach der Erlösung sowie dem Urteil darüber, wer Jesus von Nazareth ist.

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Herman Bavinck und die Theologie der Familie

 Weshalb wir nicht nur Familienratgeber brauchen

Wir leben in einer Zeit der X-Schritte-Programme zur Qualitätssteigerung von Ehe- und Familienleben. Ratgeber zur Familie füllen christliche und säkulare Buchläden. Was uns hingegen fehlt, ist eine systematisch-biblische Sicht. Unser Denken muss von Gottes Absichten für die Familie erneuert werden. Das heißt, dass wir in den Grundfragen zu Platz, Stellenwert und Aufgabe der Familie in der Gesellschaft einige schlüssige Antworten im Kopf und damit zur Hand haben müssen. Wenn wir unsere Vorstellungen nicht bewusst überdenken, hinterfragen und an einer biblischen Weltanschauung ausrichten, laufen wir Gefahr, die Denkvoraussetzungen unserer Umgebung zu übernehmen. Das wäre schade.

Herman Bavinck füllt diese Lücke: Er hilft uns dabei, uns mit den biblischen Grundüberlegungen der Familie vertraut zu machen. Wenn Sie den einen oder anderen Satz zwei- oder dreimal lesen sollten, kann ich Sie nur ermutigen: Irritation ist der Anfang des Lernens!

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Mann und Frau – und was die Bibel dazu sagt (Teil 2)

2.3. Gott schuf Mann und Frau nicht gleichartig

Die Überzeugung von der Gleichwertigkeit der Geschlechter hat sich heute weitgehend durchgesetzt. Der Grund dafür ist allerdings nicht, dass das, was das Wort Gottes darüber lehrt, anerkannt wird, sondern diese Überzeugung beruht auf einem Egalitätsdenken, wie es in den Ideen der Menschenrechte aufkam, die in der Französischen Revolution durchbrachen.
Vom Boden dieses Egalitätsdenken wird dann nämlich die Wesensverschiedenheit der Geschlechter bestritten. Dabei geht es den Genderideologen natürlich nicht um das Infragestellen der anatomischen Unterschiede von Mann und Frau. Die jeweiligen leiblich-biologischen Besonderheiten lassen sich ja nun wirklich nicht wegdiskutieren. Ihnen geht es um das Bestreiten der geistig-seelischen Differenzen zwischen den beiden Geschlechtern. Die Genderagitateure ziehen radikal in Zweifel, dass es ein erkennbares „Wesen des Mannes“ gibt und ein davon unterscheidbares „Wesen der Frau“, durch das jeweils das gesamte Leben in charakteristischer Weise bestimmt wird.

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Psalmensingen – Auftrag und Vorrecht

In einer früheren Ausgabe der Bekennenden Kirche (Nr. 52), die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Gottesdienst“ beschäftigte, erschien unter anderem eine zweiteilige Abhandlung über die rechte, biblisch-reformatorische Weise, Gottesdienst zu feiern. Der vorliegende Artikel schließt in gewisser Hinsicht daran an. Es soll um ein spezielles liturgisches Element gehen, nämlich den Gesang im Gottesdienst.

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Christentum und Islam – Ein Vergleich (Teil 2)

In der letzten Ausgabe der Bekennenden Kirche begannen wir, uns aus evangelistischen und apologetischen Gründen mit dem Islam zu beschäftigen. Wir haben uns dabei von der Frage leiten lassen, warum wir als Christen den Islam ablehnen. Immerhin stellt er in der Logik vieler Muslime die konsequente Fortsetzung, Verbesserung und Vollendung des christlichen Glaubens dar.

Um diese Frage beantworten zu können, sahen wir uns die historischen Entstehungszusammenhänge von Christentum und Islam an. Wir stellten dabei fest, dass durch die Verkündigung Jesu das Christentum bereits von Anfang an eine Ausrichtung auf das Ewige und Unvergängliche aufweist. Demgegenüber war die Frühgeschichte des
Islam nicht zuletzt durch politische und persönliche Interessen Muhammads und seiner Nachfolger geprägt.

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Christentum und Islam – Ein Vergleich (Teil 1)

„Der Islam gehört zu Deutschland“, erklärte der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff vor noch nicht allzu langer Zeit. Er gab damit der Debatte einen neuen Impuls, die seit mehreren Jahrzehnten auf vielen Ebenen der Gesellschaft geführt wird. Gehört der Islam wirklich in unser Land? Joachim Gauck, Wulffs Nachfolger im Amt des Bundespräsidenten, äußerte sich zur Aussage seines Vorgängers. Gauck würde zwar die Grundaussage des Satzes annehmen, jedoch die Formulierung Wulffs scheint seiner Meinung nach nicht ganz gelungen. Er würde lieber sagen: „Die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland“1.

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