Thorsten Brenscheidt, Max Lucado verstehen. Der Bestsellerautor und seine Botschaft.

„Über Max Lucado zu schreiben heißt nicht, sich mit irgendeinem christlichen Buchautor zu befassen“, schreibt Thorsten Brenscheidt in der Einleitung. In der Tat erfreut sich der Bestsellerautor Lucado größter Beliebtheit. Jedoch hat im deutschsprachigen Raum bislang niemand seine Lehren eingehend untersucht. Diese Lücke will dieses Buch schließen.

In sechzehn kurzen Kapiteln zitiert der Verfasser einige Aussagen Lucados, die man kritisch hinterfragen muss und stellt ihnen die biblische Lehre entgegen. Zwei Anhänge runden das Werk ab: Anhang A beleuchtet Lucados Schriftverständnis, Anhang B die Bedeutung von Johannes 3,16 – eines Verses, auf den Lucado sich gerne bezieht.

Auf den ersten Blick klingt Lucado bibeltreu. Er geht offenbar davon aus, dass die Bibel Gottes Wort ist und Jesus Christus der einzige Weg zu Gott (Kap. 1). Genauer betrachtet aber erscheint manches mehr als seltsam. So zeigt schon das erste Kapitel, dass Lucado zu den Vertretern der SelbstliebePhilosophie zählt (siehe auch Kap. 3 und 15). Daher ermahnt der Verfasser im zweiten Kapitel, „nicht über das hinaus [zu denken], was geschrieben steht!“

Über die Schrift hinaus geht Lucado etwa, indem er Männern Gottes Aussagen unterschiebt, die im Gegensatz zum Zeugnis der Heiligen Schrift stehen (Kap. 2; 10–13) und oft eine unbiblische Theologie widerspiegeln. So soll Nikodemus verächtlich über Jesus gedacht haben (Kap. 2); Jesu Adoptivvater Josef dichtet Lucado sogar gotteslästerliche, rebellische Worte an (Kap. 10 und 11). Auch wie er den Herrn Jesus selbst schildert, ist oft respektlos (Kap. 10–13).

Man möchte ironisch sagen: Das macht nichts, denn laut Lucado sind wir gar nicht so schlimme Sünder (Kap. 7), Gott ist eigentlich nie richtig zornig (Kap. 6) und eher zum Kuscheln da (Kap. 9 und 14). Doch im Ernst: Das Gottes– und Menschenbild Lucados muss bei jedem Christen die Alarmglocken schrillen lassen. Lucado degradiert nicht nur Gott zum Sklaven des vermeintlich „freien“ menschlichen Willens (Kap. 4.5); er vergöttlicht den Menschen geradezu (Kap. 8). Umgekehrt geht sein Gottesbild in Richtung Pantheismus (Kap. 15) und erinnert zum Teil sogar an den Hinduismus (Kap. 2; 13; 15).

Auf den Punkt gebracht: „Lucado ist nicht lehrhaft, nicht dogmatisch – und genau das kommt an“ (Kap. 1). Und genau das ist das Problem. Lucado versteht es, mit Irrlehren beim Leser „anzukommen“, indem er ihm gekonnt die Ohren kitzelt. Dem hält der Verfasser die gesunde biblische Lehre entgegen.

Eine Kurzfassung von Thorsten Brenscheidts Analyse steht unter www.betanien.de zur Verfügung.

Thorsten Brenscheidt, Max Lucado verstehen. Der Bestsellerautor und seine Botschaft. Augustdorf [Betanien Verlag] 2010 [Taschenbuch], 126 Seiten, ISBN 978-3-935558-18-1. 4,90 €.

 

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